Die Stadt Gransee ist neues Mitglied im internationalen Netzwerk „Europäische Route der Backsteingotik e. V.“ mit Sitz in Berlin. Mit ihrem außergewöhnlich gut erhaltenen Bestand mittelalterlicher Backsteinarchitektur bereichert die brandenburgische Kleinstadt das dänisch-deutsch-polnische Kulturnetzwerk um ein bedeutendes Zeugnis norddeutscher Bau- und Stadtgeschichte.
Mit dem Beitritt verfolgt die Stadt Gransee das Ziel, ihre backsteingotischen Bauwerke stärker im europäischen kulturhistorischen Zusammenhang sichtbar zu machen und die Wahrnehmung der Stadt als bedeutenden Ort mittelalterlicher Architektur zu stärken. Zugleich eröffnet die Mitgliedschaft neue Möglichkeiten für internationale Zusammenarbeit, kulturellen Austausch sowie gemeinsame touristische und wissenschaftliche Projekte.
Zu den herausragenden Bauwerken der Backsteingotik in Gransee zählen die Pfarrkirche St. Marien (13. bis frühes 16. Jahrhundert), die fast vollständig erhaltene Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert mit dem imposanten Ruppiner Tor und dem Pulverturm aus dem 15. Jahrhundert, das ehemalige Franziskanerkloster aus dem späten 13. Jahrhundert sowie die Spitalkapelle St. Spiritus, die um 1300 entstand. Gemeinsam prägen diese Bauwerke bis heute das historische Stadtbild Gransees und zeugen von der wirtschaftlichen und kulturellen Blüte der Stadt im Mittelalter.
Die Europäische Route der Backsteingotik unterstützt ihre Mitgliedsstädte dabei, das gemeinsame kulturelle Erbe der Backsteingotik europaweit zu vermitteln und nachhaltig zu bewahren. Die Zusammenarbeit erfolgt unter anderem durch gemeinsame Publikationen, kulturtouristische Angebote, Veranstaltungen wie den Tag der Backsteingotik sowie durch den fachlichen Austausch in den wissenschaftlichen und touristischen Arbeitsgruppen des Vereins.
Mit dem Beitritt Gransees wächst das Netzwerk der Europäischen Route der Backsteingotik um einen weiteren authentischen Ort mittelalterlicher Backsteinarchitektur. Besucherinnen und Besucher erhalten damit die Möglichkeit, die Geschichte und Baukunst der Region im europäischen Kontext neu zu entdecken.
Foto: Marienkirche Gransee, Ostgiebel, Foto Eiko Wenzel













