Das Treptower Tor ist das höchste und zugleich wohl auch das repräsentativste der vier Stadttore. Es dokumentiert am augenscheinlichsten den Wohlstand des mittelalterlichen Neubrandenburg und den Stolz seiner Bürger.

Das Haupttor hat eine stattliche Höhe von fast 32 Metern und überragt das Vortor turmartig um rund das Doppelte. Dies bot die Möglichkeit, weit über das Vortor hinweg das Gelände zu beobachten und zu verteidigen. Vom obersten Geschoss, dem einstigen Wehrgang, bietet sich ein herrlicher Blick über das westliche Vorland der Stadt.

Die Stadtseite des Tores wird dominiert durch eine große vierteilige Blendnische mit sechs schräg gestellten Wappenschildern darüber. Welche Wappen diese einst trugen, ist nicht überliefert. Eine Vielzahl von Fenstern und Schießscharten ermöglichte eine effektive Verteidigung des Tores auch zur Stadtseite hin.

Das Tor hat einen trapezförmigen, leicht verschobenen Grundriss. Der Sockel ist aus großen Feldsteinquadern gemauert. Die beiden Traufseiten des Tores sind, analog zur Feld- und Stadtseite mit großem vierteiligen Maßwerk mit relativ kleinen Fensteröffnungen geschmückt. Die Feldseite des Haupttores ist ebenfalls reich gegliedert und verziert. Auffallend sind die massiven Pfeilervorlagen, die die Führung für das Fallgatter bildeten. In ihnen sind zwei Wendeltreppen eingebaut, die die einzelnen Geschosse des Tores miteinander verbinden.

Neben dem Fallgatter war die Durchfahrt beidseitig mit Torflügeln gesichert, deren schmiedeeiserne Angeln und Anschlagsteine noch sichtbar sind. Ursprünglich war die Durchfahrt mit einem vierteiligen Sterngewölbe überspannt. Die Ansätze des Gewölbes sind in den Ecken des ersten Obergeschosses des Torturms sichtbar. Bei der Restaurierung des Tores im Jahre 1978 ist hier eine Holzbalkendecke eingezogen worden, so dass der Turm jetzt vier Geschosse, zuzüglich eines ausgebauten Dachgeschosses hat.

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Treptower Str. 39, 17033 Neubrandenburg, Deutschland

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53.556957 , 13.254668

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