Das Jüterboger Rathaus wird erstmals 1285 in einer erzbischöflichen Baugenehmigung für ein Handelshaus erwähnt. Dieses wurde 1477 um eine Gerichtslaube erweitert. 1493 kam ein weiteres Obergeschoss hinzu.

Der große Saal im ersten Geschoss, der heute in kleine Büros unterteilt ist, diente der Tuchmachergilde einst als Verkaufsraum. Im Geschoss darüber liegt die prächtige Amtsstube des Bürgermeisters, in der im Mittelalter mehrfach wichtige Konferenzen der deutschen Kurfürsten stattfanden. Die Amtsstube verfügt über ein Zellengewölbe aus Sandstein. 1992 fand man bei Restaurierungsarbeiten ein Fresko aus der Zeit um 1530, das der Cranach-Schule zugeschrieben wurde und Szenen aus dem Alten und Neuen Testament zeigen.

Das Sockelgeschoss weist ein Kreuzrippengewölbe auf, das auf achteckigen Säulen ruht. Im Geschoss darunter, wo früher Fleischer und Töpfer ihre Waren ausstellten, findet sich auch heute noch der Ratskeller.

Ende des 19. Jahrhunderts fanden, wie in vielem Städten, größere Umbauten am Gebäude statt. Der Saal im Obergeschoss wurde in Büroräume geteilt. Die barocken Freitreppen wurden entfernt, der Haupteingang wurde in die Gerichtslaube verlegt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Rathaus nochmals restauriert und der Denkmalschutz stärker berücksichtigt.

Adresse

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Markt 21, 14913 Jüterbog, Deutschland

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51.990952, 13.080324

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