Die älteste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Tarnow stammt von 1233. Die Kirche unterstand damals dem Bannrecht des Klosters in Rühn. Vermutlich stammt das heute erhaltene Kirchengebäude aus dem 14. Jahrhundert. Die gotische, zweischiffige, vierjochige Backsteinkirche mit Kreuzgewölben wurde so gegliedert, dass Frauen und Männer, durch eine Pfeilerreihe getrennt saßen. Der First des massigen Westturms mit einem Turmhelm als Pyramidendach überragt nur wenig das Langhaus. Er besteht im unteren Bereich aus Feldsteinen, ansonsten aus Backstein.

Im Inneren ist die Kirche mit einem Flügelaltar mit geschnitztem Mittelschrein aus dem 15. Jahrhundert ausgestattet. Die Kanzel stammt von 1674. Von den ehemals vorhandenen drei Glocken stammt eine aus der Glockengießerwerkstatt Rickert de Monkehagen. Sie wurde 1389 gegossen und steht heute beschädigt in der Kirche.

Aus der Ausstattung der Kirche kam das Fragment eines Vesperbildes, wohl aus einer Rostocker Werkstatt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts in die Sammlung des Großherzoglichen Museums in Schwerin und wurde 1916 an den Kunsthistoriker Adolf Gottschewski in Hamburg veräußert. Es wurde 1918 vom St. Annen Museum in Lübeck erworben und ist heute Bestandteil der Sammlung sakraler Kunst des Mittelalters dieses Museums.

Adresse

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Klosterstraße 3, 18249 Tarnow

GPS:

53.778127289468, 12.017905712967

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