Das gotische Giebelhaus befindet sich an der Ecke Frauenstraße/Mägdestraße am Pferdemarkt. Erstmals zur Zeit der Hanse im Jahre 1406 erwähnt, zählt es zu den wohl beeindruckendsten Gebäuden und ist das älteste erhalten gebliebene Bürgerhaus und Gebäude der Stadt. Um möglichst viele Häuser nebeneinander platzieren zu können, wurde damals mit der Giebelseite zur Straße oder zum Marktplatz gebaut. Hier entschied man sich, den Giebel in Richtung Mägdestraße/Pferdemarkt auszurichten. Die Verzierung des Straßengiebels dieses Backsteinbaus mit gotischen Stilelementen, wie sie beim Kirchenbau zu finden ist, zeugt vom früheren Reichtum der Stadt und seiner Bürger. Der stattliche Staffelgiebel des beschriebenen Hauses ist erhalten geblieben. Hinter dem Giebel befand sich ursprünglich ein Speicherraum.

Besitzer des Gotischen Giebelhauses sind im Stadtbuch wie folgt eingetragen:
– 1406 der Tuchhändler Georgius de Ghlin
– 1437 der Gewandschneider Jakob Langschwager
– 1471 der Ratsherr Hermen Iven
– 1681 der Reeder Benjamin Scheele. Der Enkel von Benjamin Scheele, Carl Wilhelm Scheele (1742 bis 1786), gelangte als Chemiker unter anderem durch die Entdeckung von Sauerstoff, Wasserstoff, Chlor, Mangan zu Anerkennung.

Das Giebelhaus beherbergt heute das Standesamt, den Sitzungssaal der Stadtvertretung der Hansestadt Anklam sowie Fraktionsräume.

Adresse

Adresse:

Mägdestraße 1, 17389 Anklam, Deutschland

GPS:

53.856304, 13.685202

Telefon:

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