Im Norden Sachsen-Anhalts, in der beginnenden norddeutschen Tiefebene, liegt die Hansestadt Stendal, das „Herz der Altmark“, die größte Stadt dieser Region. Sie ist Stadt der Hanse, der Backsteingotik und Geburtsstadt Johann Joachim Winckelmanns. Das erste Mal erwähnt wurde Stendal 1022, 1165 bekam sie das Stadtrecht und hat jetzt mit seinen 18 Ortsteilen ca. 43.000 Einwohner.

Im 15. Jahrhundert entwickelte sich Stendal zu einer blühenden Hansestadt. In dieser Zeit entstanden auch die charakteristischen Backsteinbauten, zu denen nicht nur die Kirchen, sondern auch das Musikforum Katharinenkirche, das Rathaus und das Tangermünder und Uenglinger Tor gehören. Letztgenanntes ist das architektonisch wohl reizvollste Stadttor der norddeutschen Backsteingotik nach dem Lübecker Holstentor.

Stendals gut erhaltene und sanierte mittelalterliche Innenstadt mit ihren reichen Kunst- und Kulturschätzen, darunter fünf große backsteingotische Hallen- bzw. Ratskirchen und die sehenswerten backsteingotischen Tortürme, ist kunsthistorisch außerordentlich interessant und lädt zum Verweilen ein.