Die erste Erwähnung des Stolper Tores (polnisch: Brama Słupska) wird auf 1458 datiert. Wie auch das Kösliner Tor ist es ein freistehendes Tor. Es besteht aus Backstein der im Kreuzverband verlegt wurde. Das Fundament besteht aus Feldstein. Der Grundriss weist ein Rechteck mit einem Strebewerk auf der Nordseite auf. Die Hauptachse des Tores wird durch den spitzbogigen Durchgang gebildet.

Auf der vierstöckigen Nord- und Südfassade sind sechs schmale spitzbogige Blendarkaden zu sehen, die im oberen Bereich mit Maßwerk gefüllt sind. Jeder Blendbogen besteht aus zwei Lanzettbögen mit einer Rosette darüber. Die Ostfassade mit drei Blendbögen und die Westfassade mit zwei Blendbögen sind dagegen viel schlichter gestaltet.

Die kleinen Fenster, die sich im Turm befinden, dienten ursprünglich als Schießscharten. Im Mauerwerk des Tores sind immer noch die Balkenlöcher des mittelalterlichen Gerüstes zu sehen, das zum Aufbau diente.

In der Entstehungszeit bekam das Bauwerk ein Satteldach, das im 18./19.Jahrhundert abgetragen und durch ein Zeltdach ersetzt wurde.

1816 entstanden hier Räumlichkeiten für die Armee, die später als Lager benutz wurden. Im Dachstuhl befindet sich ein mittelalterlicher Aufzug. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm eine polnische Jugendorganisation die Räume im Tor. In den 1980er Jahren war der Turm sogar bewohnt.

Am Anfang der 1990er Jahre konnte dank einer finanziellen Unterstützung durch die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit der Dachstuhl saniert werden. 2010 erfolgten kleine Restaurierungsarbeiten an der Fassade und dem Strebewerk. Das Bauwerk gehört dem Verein der Partnerstädte Sławno-Rinteln und wird zurzeit nicht genutzt.

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Marii Curie-Skłodowskiej 20, 76-100 Sławno, Polen

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54.364196, 16.679081

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