Die Stiftskirche des Kollegialstiftes Bardowick wird 1146 erstmals erwähnt. Sie stammt aus der Zeit Heinrichs des Löwen, der den Ort zunächst förderte, ihn 1189 aber zerstörte. Dabei litt auch die Vorgängerkirche. Aus dieser Zeit erhalten sind noch Gipsblöcke, die als Unterbauten der Türme dienen.

Auch das romanische Portal aus Gipsstein hat sich sehr gut erhalten, da vor dieses 1335 die Stephanskapelle gebaut wurde. Ein Kirchenneubau wurde erst Ende des 14. Jahrhunderts begonnen.

Zunächst begann man im Osten mit dem Chor und schloss daran das Mittelschiff und die beiden Seitenschiffe an, alle mit gleicher Höhe, so dass eine Hallenkirche entstand. Anhand von Stempeln in Ziegeln, die so auch bei der Lüneburger Michaeliskirche zu finden sind, konnte die Entstehungszeit der Haupt- und Seitenschiffe auf etwa 1390 bis 1409 datiert werden. Auch stilistisch geht der Bau auf die Michaelis- und Johanniskirche von Lüneburg zurück.

Die achteckigen Türme wurden bereits um 1300 gebaut. Vermutlich sollten sie deutlich höher werden.

Das Taufbecken wurde 1367 erworben, das hervorragend erhaltene gotische Chorgestühl stammt von 1486/87, der Hochaltar entstand nur wenig später, Ende des 15. Jahrhunderts. Über dem Südportal findet sich ein Löwe aus Eichenholz und vergoldetem Bleimantel.

Adresse

Adresse:

Beim Dom 2, 21357 Bardowick, Deutschland

GPS:

53.299986 , 10.38915

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