In Moisall steht eine frühgotische Kirche mit Feldstein- und Backsteinmauerwerk. Die Kirche wurde 1264 erstmals urkundlich erwähnt. Sie ist eine im Grundriss rechteckige Saalkirche.

Ein auf 1433 datierter Westturm auf quadratischem Grundriss ist mit einem Pyramidendach versehen. Um 1500 wurde eine Vorhalle aus Feld- und Backsteinen mit einem Blendengiebel im Süden angebaut. Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts umgebaut; dabei wurde das Schiff mit einem Mansarddach mit Krüppelwalm über dem gekürzten östlichen Blendengiebel gedeckt. Das damals eingebaute hölzerne Tonnengewölbe wurde bei einer Restaurierung im Jahr 1895 gemeinsam mit der Nordsakristei erneuert.

Der Altaraufsatz ist ein Werk von 1726 und zeigt ein Gemälde mit Christus am Ölberg. Die Kanzel von 1615 ist an der Brüstung mit Säulen reich gegliedert und mit Wappenreliefs derer von Wackerbarth, von Vieregge und von Bülow ausgestattet. Ein reich geschnitzter Schalldeckel stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Orgel auf einer Empore mit Pilastergliederung von 1726 hat einen frühklassizistischen Prospekt mit Elementen des Barock aus dem Jahr 1802 von Friedrich Friese I. Sie ist jedoch mit Ausnahme des Gehäuses und zweier Register im Wesentlichen ein Werk von Carl Börger Eine Loge im Zopfstil stammt aus der Zeit um 1802. Ein hölzernes Wappenepitaph mit architektonischer Rahmung wurde 1788 angefertigt.

Eine Glocke mit dem Ton f1+3 wurde von 1625 von J. Gravert in Wismar gegossen, eine weitere von 1813 hat den Ton h2+7.

Direkt in Moisall, in der Nähe der Kirche liegt das Gutshaus mit Hotelbetrieb.

Adresse

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Hauptstraße, 18249 Moisall

GPS:

53.882311062109, 11.837434011639

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