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Das Projekt "Europäische Route der Backsteingotik"

 
Im Rahmen des Interreg III B-Projektes EuRoB I wurde zwischen 2002 und 2004 im Ostseeraum eine auf Backsteingotik-Denkmäler ausgerichtete Tourismusroute entwickelt. Neben der Erfassung und Dokumentation der jeweiligen Baudenkmäler und touristischer Angebote wurden ein strategischer Rahmen zur Vermarktung der Route aufgebaut, Informations- und Marketingprodukte entwickelt, Pilotinvestitionen umgesetzt sowie Schulungen zum Qualitätsmanagement des Hotel- und Touristikgewerbes durchgeführt. Das EuRoB-Projekt ist um mehrere Partner erweitert worden und wird von 2005 bis 2007 unter veränderter Zielsetzung fortgesetzt, um es abschließend als touristische, nachhaltig erfolgreiche Kulturroute zu etablieren. Hierzu wird im Rahmen mehrerer transnationaler Arbeitsgruppen ein institutioneller Rahmen erarbeitet, in dem spätere Projektzuständigkeiten gebündelt werden können. Touristisch wichtige Informationen und Daten werden in Zusammenarbeit mit der Tourismusindustrie gezielt gesammelt und zwecks Vermarktung der Route einfach zugänglich gemacht. Gleichzeitig wird das Marketing für Öffentlichkeit und Fachwelt verstärkt, um die Route sukzessive in der Tourismuswirtschaft zu etablieren. Der best-practice-Austausch zu Renovierung sowie insbesondere zu innovativen, angemessenen Nutzungsmöglichkeiten von Backsteingotik-Denkmälern wird verstärkt, investive Maßnahmen werden hierzu beitragen. Weitergehende Kooperationen, z. B. im Bereich gemeinsamer Events, Erarbeitung qualitativer Standards von Führungen, Festlegung von Teilrouten und z.B. Unterkünften, die vergleichsweise hohen Standards genügen, sind im Rahmen von EuRoB II ebenfalls geplant. Die Ziele, die während der Projektlaufzeit von EuRoB II erreicht werden sollen, unterstützen die geplante Institutionalisierung der Route:

- Entwicklung und Umsetzung eines tragfähigen Konzepts für eine dauerhafte Organisationsstruktur
   des Produktes
- Erweiterung/Anpassung der bestehenden Datenbasis für die Weiternutzung durch die Tourismus-
   industrie
- Intensive Produktvermarktung (durch diverse Medien, PR-Arbeit, Kooperation mit Reisever-
   anstaltern, Veranstaltungen etc.)
- Best-practice-Austausch zu Renovierung und Nutzungsmöglichkeiten von Backsteingotik-
   Denkmälern, Dokumentation erfolgreicher und innovativer, beispielgebender Maßnahmen

Die Route soll in jedem Ort, der zur Route gehört, sichtbarer werden, herausragende Identifikationspunkte für die lokale Bevölkerung sollen ins Bewusstsein gerufen und das Potenzial der Region für eine touris-tisch-wirtschaftliche Entwicklung genutzt werden.