Anklam mit seinen 15.000 Einwohnern ist die Kreis- und Geburtsstadt Otto Lilienthals. 1243 das erste Mal urkundlich erwähnt, erhielt Anklam 1264 das Stadtrecht und trat 1283 dem Städtebund der Hanse bei. An der Peene gelegen, ist Anklam von reichhaltigen Naturerlebnisräumen umgeben. Zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten zeugen von der Geschichte der Stadt.
Die
Nikolaikirche wurde in den letzten Tagen des Krieges schwer beschädigt. Teile des geschnitzten Chorgestühls, Grabplatten und die Apostelglocke von 1450 blieben dennoch erhalten. Seit 1993 kommt der Wiederaufbau allmählich voran, auch der Turm ist wieder begehbar. Aus knapp 52 Metern Höhe bietet sich ein fantastischer Blick über Anklam und das Peental. Bis auf 103 Meter soll es der Turm einst wieder schaffen.
Auch das um 1250 errichtete, nach Kriegsschäden bereits seit 1989 wiederhergestellte
Steintor, eines der schönsten Tore Norddeutschlands, kann über 111 Stufen bestiegen werden - eine lohnende Anstrengung. Das Tor beherbergt das regionalgeschichtliche Museum der Stadt und ist deren Wahrzeichen.
Die 1296 erstmals erwähnte
Marienkirche überstand den Krieg besser als die Nikolaikirche - und der Blick auf Anklam und seine schöne Umgebung eröffnet sich auch von ihrem Turm.
Drei thematische Rundgänge durch Anklam zeigen dem Besucher die wechselhafte Geschichte der Hansestadt. Die
"grüne Route" führt direkt durch das Stadtzentrum, vom Marktplatz vorbei an der Nikolaikirche zum früheren Wohnhaus der Familie Lilienthal, zum gotischen Giebelhaus, Steintor und zu einer Vielzahl anderer Sehenswürdigkeiten.
"Route Orange" verläuft entlang einer Vielzahl von Denkmälern nahe dem Stadtmitte, vom mittelalterlichen Pulvertur, die Stadtmauer entlang und zu einer Vielzahl gründerzeitlicher Prachtbauten. Für die
"blaue Route" empfiehlt sich ein Fahrzeug, denn sie führt auch zu etwas weiter außerhalb gelegenen Orten, etwa zum Otto-Lilienthal-Museum und zum mittelalterlichen "Hohen Stein".
Stadtführungen lassen sich natürlich auch über die Anklam-Information buchen.
wichtige Adressen
Nikolaikirche
Nikolaikirchstrasse
17389 Anklam
Kontakt Förderkreis:
Tel: +49 3971 214999
Veranstaltungen: s. Anklam-Information
MarienkircheMarienkirchplatz
17389 Anklam
Tel: +49 3971 210276
E-Mail:
kgm.anklam@kirchenkreis-greifswald.de gotisches Giebelhaus
Frauenstrasse/Mägdestrasse
17389 Anklam
Interessantes jenseits der Backsteingotik...
Wasserwandern auf der Peene (auch der „Amazonas des Nordens“ genannt), dem letzten unverbauten Flusstal Westeuropas
Die Vorpommersche Landesbühne GmbH Anklam bedient mit Angeboten unterschiedlicher Genres mehrere Spielstätten in der Region. Junges Publikum wird besonders vom Kinder- und Jugendtheater angezogen. Die Theaterakademie in Zinnowitz lehrt in einem dreijährigen Studium junge Menschen die Kunst.
Der große Pionier der Flugzeug-Entwicklung, Otto Lilienthal, wurde 1848 in Anklam geboren. Seine Arbeiten sind bis heute Grundlage der physikalischen Beschreibung der Tragfläche und führten zur Verwirklichung des Motorflugs durch die Gebrüder Wright. Das Lilienthal-Museum in Anklam wurde 1991, anläßlich des Jubiläums "100 Jahre Menschenflug", eingeweiht. Zum 100. Todestag Lilienthals wurde ein Anbau eröffnet, in dem alle Flugapparate Lilienthals ausgestellt sind. Das Museum hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Auszeichnungen erhalten.
Radwanderungen:
ausgedehnte Radwanderungen auf einem gut ausgebauten Radwegenetz vom Stettiner Haff bis nach Usedom, zum Beispiel:
"Stettiner Haffrundweg" ca. 100 km
"Schlösser-und Burgentour" 20 km
"Schlösser-und Burgentour" 25 km
"Schlösser-und Burgentour" 35 km mit Anschluss an den Stettiner Haffrundweg
Alle Informationen zu aktuellen Veranstaltungen finden Sie
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