Deutschland

 

Hansestadt Greifswald

 
 
 

Klosterruine Eldena

 
 
Klosterruine Eldena
Kontakt:
Greifswald-Information
Wolgaster Straße
17493 Greifswald-Eldena
Tel.: +49 3834 521380
Fax: +49 3834 521382
E-Mail: Greifswald-Information@t-online.de
Internet: www.greifswald.de 
 
Das Bauwerk:
Das fünf Kilometer östlich von Greifswald gelegene ehemalige Zisterzienserkloster Hilda (später Eldena) wurde um 1200 gegründet. Nach der päpstlichen Bestätigung 1204 entstanden bis ca. 1245 die ältesten noch erhaltenen Bauteile von Chor, Quer- und Langhaus der Klosterkirche. 1249 wurde hier Herzog Wartislaw III. mit der Marktsiedlung Greifswald belehnt. Ab 1255 entstand der ältere Klausurbereich, um 1400 mit einem großangelegten Ausbau der Kirche auch die Erweiterung zur herzoglichen Grablege. Nach 1535 wurde das Kloster in ein herzogliches Amt umgewandelt, das durch bauliche und funktionale Erweiterungen am Ende des 16. Jahrhunderts Residenzcharakter trug. Nach Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg verfielen Kirchen- und Klausurgebäude und wurden als Steinbruch genutzt. Zeichnungen und Gemälde C. D. Friedrichs machen nach 1800 die ruinösen Bauteile europaweit bekannt und führten zu ihrer Sicherung und Erhaltung innerhalb einer bis heute erhaltenen Parklandschaft.
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St. Nikolaikirche

 
 
St. Nikolaikirche
Kontakt:
Kirchgemeinde St. Nikolai
Domstraße 54
17489 Greifswald
Tel.: +49 3834 2627
Fax: +49 3834 799422
E-Mail: dom-greifswald@t-online.de

Öffnungszeiten:
verschieden
 
Das Bauwerk:
Die an einer alten Handelsstraße gelegene Nikolaikirche ist urkundlich 1262 erstmals genannt, damit älteste und zugleich größte Kirche der Stadt. Um 1360 kam es zum Neubau eines dreischiffigen Hallenlanghauses mit Seitenkapellen. Neben der zeitgleichen Errichtung der Turmuntergeschosse erfolgte nach einem Planwechsel und Abriss des Vorgängerbaus um 1390 eine in der norddeutschen Architekturlandschaft einzigartige 5-jochige basilikale Chorlösung mit hoher gerader Ostmauer. Nach zwei Einstürzen erhält der um 1500 mit einem oktogonalen Aufsatz vollendete Turm die heute noch vorhandene barocke Doppellaterne und ist damit fast 100 m hoch. Während der Kircheninnenraum durch eine 1824–1832 erfolgte neugotische Umgestaltung geprägt ist, finden sich in einigen Seitenkapellen wertvolle Wandmalereien des 14./15. Jh. Neben zahlreichen Grabplatten und Epitaphen ist die „Rubenow-Tafel„ (um 1460) das wohl berühmteste Ausstattungsstück.
 
 
 

St. Marienkirche

 
 
St. Marienkirche
Kontakt:
Kirchgemeinde St. Marien
Brüggstraße 35
17489 Greifswald
Tel.: +49 3834 2263
Fax: +49 3834 776959
E-Mail: kgm.st.marien@kirchenkreis-greifswald.de

Öffnungszeiten:
verschieden

 
Das Bauwerk:
Die Marienkirche ist als die jüngste der drei Stadtpfarrkirchen um 1275 als Basilika im Stil der französischen Hochgotik begonnen worden. Nach einem Planwechsel um 1310 wurde sie als eine der bedeutendsten Hallenkirchen der nordostdeutschen Backsteingotik mit der Errichtung des monumentalen Ostgiebels um 1340 vollendet. Neben der zeitgleich an der Kirchensüdseite ausgeführten und architektonisch reich gegliederten Annenkapelle sowie dem mächtigen Westturm bilden partiell erhaltene mittelalterliche Wandmalereien des 15. Jh., eine 1587 ausgeführte Kanzel sowie die 1837 in neugotischen Formen gestaltete Altarostwand bemerkenswerte Ausstattungsteile des beeindruckenden Kirchenraumes. Im Turmuntergeschoss befindet sich neben einer aufwendig mit Kalksteinmaßwerken gestalteten Gerichtsvorhalle ein Gedenkstein für den Gründer der 1456 gestifteten Greifswalder Universität, Dr. Heinrich Rubenow.
 
 
 

Markt 11

 
 
Markt 11
Kontakt:
17489 Greifswald
Greifswald-Information
Tel.: +49 3834 521380
Fax: +49 3834 521382
E-Mail: Greifswald-Information@t-online.de
Internet: www.greifswald.de 
 
Das Bauwerk:
Mit dem an der Marktostseite gelegenen Haus Markt 11 hat sich eine der schmuckreichsten, vermutlich kurz nach 1400 errichteten Bürgerhausfassaden Norddeutschlands erhalten. Die mit Maßwerk- und glasierten Formsteinen reich gegliederte Schaufront in Form eines Pfeiler-Stufengiebels gilt als eines der besten Beispiele mittelalterlicher und hansischer Backsteinbaukunst. Die flächige neugotische Gestaltung des Erdgeschosses erfolgte im Zuge eines Umbaues durch den Stadtbaumeister M. F. Becherer im Jahre 1856. Im Gebäude haben sich neben den im 13. Jahrhundert entstandenen Grenzmauern zu den Nachbarhäusern die Dachkonstruktion und der Fachwerkrückgiebel aus der Zeit um 1700 sowie eine monumentale und plastisch verzierte Treppenanlage von 1930 erhalten.
 
 

Literatur

 
 
 
  • Wernice, H.(Hrsg.) 2000: Greifswald, Geschichte
    der Stadt
  • Scherer, F. Haddenhorst, M. 1997: Greifswald
  • Oberdörfer, L., 2002: Greifswald ein Porträt
  • Beu, A., Sokoll, G., 1996: Greifs. Tafelrunde,
    Gedenktafeln der HGW