Lettland

 

Riga

 
 
 

Dom

 
 
Dom
Kontakt:
www.doms.lv

A. Pantele, Direktor,
1 Doma laukums,
Tel.: +371 7356697

Öffnungszeiten:  
Mo- Fr 13- 17 Uhr
Sa 10-14 Uhr

Eintritt: 
frei
 
Das Bauwerk
Der Grundstein für die Erbaung des Doms von Riga, des größten Sakralbaus im Baltikum, wurde im Jahr 1211 gelegt, das Gebäude reflektiert aber sämtliche Einflüsse der Kunst- und Architekturgeschichte aus den letzten 800 Jahren von der Romanik über die Gotik und den Barock bis hin zu zeitgenössischen Strömungen. Der romanische Ursprung des Bauwerks verrät sich in den enormen Mauern, dem Kreuzgewölbe und den Reihen von halbkreisförmigen Fenstern. Gotische Baumeister späterer Jahrhunderte integrierten Spitzbögen, großflächige Glasfenster und Sterngewölbe in die Konstruktion, während das neogotische Westportal aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt. Die dem Dom angeschlossene Schule war eine der ersten überregionalen Akademien der Region. Einen besonderen Rang unter den zahlreichen Kunstschätzen der Kirche genießt die Orgel, die mit ihren insgesamt 6718 Pfeifen zu den größten und klangvollsten der Welt zählt. Der Dom dient den Bürgern zu liturgischen Zwecken und als Auditorium für Orgelkonzerte. Die bischöflichen Gebäude beherbergen darüber hinaus das lettische Museum für Landesgeschichte und Seefahrt (Tel.: +371 7212051).
 
 
 

Johanneskirche

 
 
Johanneskirche
Kontakt:
24 Skārņu Street,
Riga, LV 1050St.,
Tel.: +3717224028 

Führungen:
lettisch, deutsch, englisch

Eintritt:
frei
 
Das Bauwerk
Die Gründung der Johanneskirche geht auf das Jahr 1297 zurück, und entstand aus der ehemaligen Kapelle des bischöflichen Schlosses heraus. Im Jahr 1234 war in der Nähe des Schlosses ein Dominikanerkloster erbaut worden, dessen Mönche später eine Kirche zu Ehren von Johannes dem Täufer errichteten. Bei den Gefechten zwischen der Stadt Riga und den Ordensrittern im 15. Jahrhundert wurden von der Kirche aus die Ordensfestungen beschossen. Die Kirche wurde zerstört und um 1500 im frühgotischen Stil wieder aufgebaut. Der abgestufte Giebel auf der Westfassade gehört zu den schönsten seiner Art in ganz Riga. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert im manieristischen Stil erweitert und umgebaut. Das Kircheninnere beherbergt mehrere wertvolle Kunstschätze wie den Barockaltar, die Bleiglasfenster, Statuen von Johannes dem Täufer und Salomé in den Altarnischen und Rozentals Gemälde des „Gekreuzigten” in der Sakristei. Manieristische Laternen und Gemälde der Kirchenorgel sind ebenfalls von Interesse. Die Kirche, die einen Großteil ihrer einstigen Schönheit bereits wiedergewonnen hat, dient den evangelisch-lutherischen Christen des modernen Riga zum Gottesdienst und als Schauplatz zahlreicher klassischer Konzerte.
 
 
 

Petrikirche

 
 
Petrikirche
Kontakt:
M. Ozoliņa, Direktor,
19 Skārņu,
Riga LV 1050,
+371-7229426,
www.peterbaznica.lv

Öffnungszeiten: 
jeden Tag 10-17 Uhr 
Montags geschlossen

Eintritt:
Erw: 3,00 Euro
Senioren: 2,00 Euro
Kinder: 1,00 Euro
 
Das Bauwerk
Die Petrikirche zählt zu den ältesten Gebäuden und wichtigsten kulturhistorischen Denkmälern des Mittelalters im gesamten Baltikum. Die Backsteinkirche stammt wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, wurde jedoch im 14. und 15. Jahrhundert umfassend renoviert. An der Ostfassade des Bauwerks befindet sich eine halbkreisförmige Galerie mit gotischem Kapellenkranz. Sehenswert im Innenraum sind vor allem die reich verzierten Kreuz- und Sterngewölbe. Die Westfassade der Kirche mit ihren drei beeindruckenden Barockskulpturen stammt aus dem 17. Jahrhundert. Im Jahr 1690 wurde nach einem Entwurf des Baumeisters R. Bindeschu der 64,50 m hohe Turm erbaut, seinerzeit das höchste Holzbauwerk Europas. Die Kirche wurde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt. Seit Beendigung des Wiederaufbaus im Jahr 1973 misst der Turm insgesamt 123,25 m. Besucher werden mit dem Lift bis auf die zweite Ebene in 72 m Höhe befördert. Die Kirche wird für liturgische Zwecke, aber auch als Konzerthalle und als Ausstellungsraum benutzt.
 
 
 

Sandturm

 
 
Sandturm
Kontakt:
A. Fleja,
Lettisches Militärmuseum
20 Smilšu,
Riga, LV 1868 ,
karamuz@latnet.lv
www.karamuzejs.lv 
 
Das Bauwerk
Die erste urkundliche Erwähnung des Sandturms geht auf das Jahr 1330 zurück. Im 16. Jahrhundert wurde er auch als Pulverturm bezeichnet, weil hier das Schießpulver zur Verteidigung der Stadt gelagert wurde. Nach seiner nahezu völligen Zerstörung durch einen Angriff der Schweden im Jahr 1621 – lediglich der Keller stammt noch aus dem 14. Jahrhundert – wurde der Turm 1650 wieder aufgebaut. Mit seiner Höhe von 25,5 m, seinem Durchmesser von 14,5 m, seinen 3 m dicken, mit engen Scharten versehenen Wänden und seiner wichtigen Rolle bei der
Überwachung der „Großen Sandstraße“, des Hauptzugangswegs in die Stadt, war der Sandturm stets eines der zentralen Elemente im Verteidigungssystem der Stadt. Der Turm ist heute das Wahrzeichen des lettischen Militärmuseums.
 
 
 

Heilige Jakobskirche

 
 
Heilige Jakobskirche
Öffnungszeiten:
7.00- 19.00 Uhr

Eintitt: 
frei
 
Das Bauwerk
Ein Denkmal der frühen Gothik: Die Heilige Jakobskirche wurde das erste Mal 1226 erwähnt. Damals befand sie sich noch außerhalb der Stadtmauern. Der älteste Teil der Kirche ist ein rechteckiger Altarbau. Er symbolisiert exemplarisch die konstrukturellen Prinzipien der frühen Gothik. Es scheint, dass die orginäre Hallenkirche mit dem Kirchenschiff als auch  Mittelgang mit etwa der gleichen Breite wieder in die Basilika Mitte des 13. Jahrhunderts eingebaut wurden. Das Schiff ist kürzer als die Seite des Mittelgangs, weil der Turm zum Teil in das Schiff integriert ist. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde die Kapelle des Heiligen Kreuzes am Südende der Kirche hinzugefügt. Dieses späte Gothikbauwerk beherbergt einen Lehrsaal, welcher zum ersten Teil des Gymnasiums in Riga wurde. Der Kirchturm behielt seine typische Spitze. Wie in Riga der Dom, sind Teile des Mauerwerks der Kirche in eine Basilika umgewandelt worden.Der Turm hat sein heutiges Ausshen seit 1756 als ein barocker Rundgang am Boden des Turmes errichtet wurde. Am Fuße des Kirchturmes befindet sich eine Uhr.  Nennenswerte Daten zur Einrichtung der Kirche sind die Kanzel(1810 von August Gothilf Heibel)und die Orgel(1913). Die Kirche enthält zahlreiche Gedenktafeln. Der alte Altar(etwa 1680, der früheste Barockaltar in Riga) wurde 1901 durch einen neuen ersetzt. Der orginäre Zweck der Kirche war als Reisekirche zu dienen und war nicht für die Bürger Rigas bestimmt. Heute ist es ein katholische Kathedralenkirche.