Das Bauwerk
Die erste urkundliche Erwähnung des Sandturms geht auf das Jahr 1330 zurück. Im 16. Jahrhundert wurde er auch als Pulverturm bezeichnet, weil hier das Schießpulver zur Verteidigung der Stadt gelagert wurde. Nach seiner nahezu völligen Zerstörung durch einen Angriff der Schweden im Jahr 1621 – lediglich der Keller stammt noch aus dem 14. Jahrhundert – wurde der Turm 1650 wieder aufgebaut. Mit seiner Höhe von 25,5 m, seinem Durchmesser von 14,5 m, seinen 3 m dicken, mit engen Scharten versehenen Wänden und seiner wichtigen Rolle bei der
Überwachung der „Großen Sandstraße“, des Hauptzugangswegs in die Stadt, war der Sandturm stets eines der zentralen Elemente im Verteidigungssystem der Stadt. Der Turm ist heute das Wahrzeichen des lettischen Militärmuseums.