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Wolgast
 

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Kirche St. Petri

 
 
St. Petri Kirche
Kontakt: 
Kirchplatz 7
17438 Wolgast
Tel.  03836 202269
Fax. 03836 - 202719
E-Mail: 
Ev.-Kirche-Wolgast@t-online.de
Internet: 
www.kirche-wolgast.de
 
Das Bauwerk: 
1128-1369: Errichtung von St. Petri I und St. Petri II
1128 Bischoff Otto v. Bamberg pedigt und tauft in Wolgast.
Er läßt den Gerovittempel schleifen und an seiner Stelle die erste Kirche (St. Petri I), vermutlich in Holzständer-Bauweise, errichten.
1282 Bestätigung der Privilegien für die Stadt durch Lübisches Recht. Vermutlich noch im gleichen Jahr beginnt man mit dem Bau einer Backstein-(Hallen)-Kirche (St. Petri II). 1369-1554 Erichtung von St. Petri III, als Hofkirche und dreischiffige Backstein - Basilika Form mit Chorumgang und Innen- Chorschluß (St. Petri III ). Man beginnt vom vorletzten wesentlichen Joch aus das hohe Hauptschiff nach Osten hin vorzutreiben. Parallel dazu Veränderungen am Westwerk. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts werden die Seitenschiffe errichtet. Mauerteile von St. Petri II. die in der südlichen Seitenschiff- Flucht erhalten geblieben sind , werden ins Bauwerk einbezogen. Im letzten Viertel des 15. Jahrh. werden die beiden Süd- Kapellen-Teile errichtet. Abfackelung der Stadt auf dänischen Befehl. 1713 Einäscherung der Stadt auf Befehl Zar Peter des I. von Rußland. Die Kirche St. Petri brennt völlig aus bis auf die Teile des südlichen Seitenschiffes und beide Südkapellen. Der einstürzende Turm zerstört sämtliche Gewölbe bis auf die Gewölbe im eben erwähnten Bereich. Danach energische wiederaufbauarbeiten. Der obere Teil des Turmquaders erhält oktogomale Form. Es wird ein geschweiftes Dach mit Laterne und Spitze aufgesetzt.
 
 
 

Kapelle St. Gertrud

 
 
St. Gertrud Kapelle
Kontakt: 
Bitte erfragen Sie die Öffnungszeiten des Gebäudes in den Museen oder der Stadt-Info, denn es gibt noch keine regelmäßigen Zeiten.
Tel. 0 38 36 60 01 18
 
Das Bauwerk: 
Erbaut wurde die Kapelle ca. 1420 als spätgotischer Zentralbau. Sie gilt als Nachbau des Heiligen Grabes in Jerusalem, mit Mittelsäule und Sterngewölbe. Es wird vermutet, dass der Stifter ein Wolgaster Herzog Wartislav IX. war, der selbst nach Jerusalem pilgerte. Die Wolgaster Kapelle ist eine von ursprünglich 31 St. Gertrud – Kapellen in Pommern. In vielen Städten stand eine, sie wurden bis auf vier Kapellen alle abgerissen bzw. zerstört. Heute stehen nur noch in Hinterpompern (heute Polen) in: Stop, Rügenwalde und Köslin, sowie eben in Wolgast ein derartiger Zentralbau. Alle vier sind vermutlich herzogliche Gründungen, die Wolgaster ist die schönste der noch vorhandenen Kapellen. Alle lagen außerhalb der historischen Städte und wurden als Herbergen mit der Schutzpatronin der Pilger, der Heiligen Gertrud, errichtet. Wenn die Stadttore abends schon verschlossen waren, konnten die Fremden hier Gebet und Unterkunft finden. Zu den Besonderheiten der Wolgaster St. Gertrud Kapelle gehören die Hausmarken an der Mittelsäule – „ich war hier“ – Zeichen der Reisenden, diese wurden 1700 überputzt und darauf eine barocke Figur gemalt.
Drei Eingangstüren gab es ehemals, die jetzige Eingangstür für die Gläubigen, die zugemauerte neben dem Turmeingang war ausschließlich dem Herzog, dem Stifter vorbehalten, sowie eine Tür gegenüber dem heutigen Eingang, dies war die Priesterpforte. 
 
 
 

Literatur

 
 
 
  • "Wolgast" - Ein Bildband. Kakoschke Ines  Stadt-Bild-Verlag Leipzig 2007
  • Wolgast, St. Petri. Peters, Mathieu / Rimpol, Barb 2001
  • Wolgast, Herzogliche Residenz, Kirchen und Kapellen, Hafen und Stadt.  Buske/ Bock 1995
  • Wolgast - Die Reihe Archivbilder.  Kakoschke, Ines 2006
  • Das Kahnweib, Roman.  Dallmann, Gerhard 2007