Deutschland

 

Lüneburg

 
 
 

Rathaus

 
 
Rathaus
Kontakt:
Tourist-Information der Lüneburg
Marketing GmbH Rathaus
Am Markt
21335 Lüneburg
Tel: +49 (0)41 31/207 66 20
Fax: +49 (0)41 31/207 66 44
touristik@lueneburg.de 
www.lueneburg.de

Öffnungszeiten:
Januar-März:
Die.-Sa. 10.00
11.30, 13.30, 15 Uhr
April-Dezember:
täglich 10.00, 11.30, 13.00,
14.30 und 15.30 Uhr 
Gruppen bitte anmelden!
 
Führungen:
Besichtigung nur mit Führung möglich! Buchung bei der Lüneburg Marketing GmbH (s.o.) 
Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch

Eintritt:
Erwachsene:4,50 Euro
Ermäßigt: 3,50 Euro
Gruppen: auf Anfrage (75 Euro/Gruppe bis 25 Personen; Fremdsprache zzgl. 15 Euro)
 
Das Bauwerk:
Das Lüneburger Rathaus ist eines der bedeutendsten Rathäuser in Norddeutschland. Seine Anfänge gehen in das 13. Jahrhundert zurück. Architektur und Raumausstattung spiegeln die politische Entwicklung und die wirtschaftliche Stellung Lüneburgs wider. Das Rathaus besteht aus mehreren, seit dem hohen Mittelalter entstandenen Gebäudekomplexen. Das Gewandhaus, in dessen Obergeschoss heute das Ratsilber gezeigt wird, entstand in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wurde die angrenzende Gerichtslaube mit Fenstern der Zeit um 1410 und Ausmalungen der Renaissance fertig gestellt. Die kleine Bürgermeisterkörkammer weist eine einmalige Holzvertäfelung und Fenster des späten 15. Jahrhunderts auf. Mitte des 15. Jahrhunderts schuf der Rat den großen Fürstensaal, der als Tanzhaus mit Gemälden der Fürsten des Hauses Braunschweig-Lüneburg und gewaltigen Geweihleuchtern ausgestattet wurde. Die Große Ratstube entstand in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Sie besticht durch ihre Schnitzereien und Gemälde.

"Die Laube und das Neue Rathaus" (Bernd Adam, Piet Jacobs, Robert Lindner): Die zum Ochsenmarkt gerichtete Nordfassade des Lüneburger Rathauses wurde in den vergangenen Jahren im Vorfeld der hier durchgeführten Restaurierungsmaßnahmen im Auftrag der Stadt Lüneburg in mehreren Kampagnen detailliert vermessen. Im Bereich der Laube und des Neuen Rathauses von 1564 konnte zudem eine Vielzahl bauarchäologischer Befunde aufgenommen werden. Hier werden die dabei gewonnenen Erkenntnisse mit ersten Zwischenergebnissen einer vom Verein Lüneburger Stadtarchäologie e.V. initiierten Auswertung von fünfzig Jahrgängen der Lüneburger Kämmereirechnungen verbunden. Durch diese Zusammenschau baulicher und archivalischer Überlieferung konnte eine Vielzahl neuer Informationen zur Entwicklung dieses Gebäudebereichs gewonnen und seine wichtige Funktion im gesamten Rathauskomplex bestätigt werden. 110 Meter Länge deckt die Detailzeichnung der Nordfassade des Rathauses ab.
 
 
 
 

Rathaus, Alte Kanzlei

 
 
 
Alte Kanzlei
 
Das Bauwerk:
Von der Gerichtslaube des Rathauses zugänglich liegt neben dem Gewandhaus die Kanzlei, in der Ratsjuristen und Schreiber arbeiteten. Wände und Decken sind mit gotischer Rankenmalerei verziert. Zur ursprünglichen Ausstattung gehören Wandschränke, in denen Urkunden verwahrt wurden. Der Raum ist durch eine Wand mit einem großen geschmiedeten Eisengitter zweigeteilt. Fenster in der Südwand belichten den Raum, ein Kamin sorgte für angenehme Wärme bei der Schreibarbeit.
In hinteren Raum zeichnen sich an der Südwand an den Pfeilern zwischen den Fenstern die Silhouetten der Schreibpulte ab.
An einem Deckenbalken des vorderen Raumes befinden sich in einer barocken Laterne die Knochen der Sau, durch die die Sole entdeckt wurde, die Lüneburg Reichtum brachte.
 
 

Rathaus, Bürgermeisterkörkammer

 
 
 
Bürgermeisterkörkammer
 
Das Bauwerk:
Durch einen langen schmalen Gang erreicht man von der Gerichtslaube des Rathauses aus die Bürgermeisterkörkammer, die 1491 fertig gestellt wurde. Hinter drei Türen wurden hier vermutlich die Bürgermeister "gekört", d.h. gewählt. Die Südwand nimmt ein Rundbogenfenster ein. Durch reich profilierte Holzpfosten getrennt, stellen Glasfenster vier Ganzfiguren von Bürgermeistern in ihrer reichen Tracht dar. Sie regierten 1491, im Jahr der Erbauung des Bürgermeisterkörkammer. Wände, Decke und Fußboden des Raumes bestehen aus Tannenholz. An allen Seiten befinden sich verschließbare Sitzbänke und hohe Fußbänke. Die Täfelung ist durch bemalte Rahmenhölzer gegliedert. Die Felder der Wand schließen oben mit Rundbögen mit rot und blau unterlegtem Maß- und Blattwerk ab. Ein farbiger Fries von phantastischen Figuren schließt die Wand oben ab: Löwen, ein Feuer speiendes Ungetüm, ein Elefant, ein Einhorn, ein Drache. In den Wänden sind zahlreiche Schränke, Fächer und Nischen zur Unterbringung von Akten. An einem Handwaschbecken in einer Nische konnte man sich die Hände waschen. Ein großer Kamin erwärmte den Raum. Der Raumeindruck des späten 15. Jahrhunderts ist nahezu unverändert bewahrt.
 
 

Rathaus, Fürstensaal

 
 
 
Fürstensaal
 
Das Bauwerk:
Mitte des 15. Jahrhunderts erweiterte der Rat der Stadt das Rathaus, indem über dem Gewandhaus und der Kanzlei der Fürstensaal entstand, der zum Teil in die Gerichtslaube hineinragt.
Ursprünglich wurde dieser 34 Meter lange, 10 Meter breite und 5 Meter hohe Saal als "danzhus" bezeichnet. Hier fanden die Tanzfeste des Rates statt, wurden Delegationen der Hansestädte empfangen und hier huldigten Rat und Bürger den Landesherren. Seinen heutigen Namen verdankt der Saal der auf Leinwand in Tempera gemalten Folge von fürstlichen Paaren aus dem Hause Braunschweig-Lüneburg, die 1482 als Ersatz für Wandmalereien geschaffen wurden von denen wenige Beispiele erhalten sind. Daniel Frese überarbeitete diese Gemälde 1607 und bemalte die Decke mit 150 Portraits römischer und deutscher Kaiser und Könige.  Auf dem großen Unterzug, der die gesamte Decke trägt, die am Dachstuhl aufgehängt ist, malte Daniel Frese die Wappen und Namen der Lüneburger Ratsmitglieder des Jahres 1607. Unter dieser Malerei sind noch Reste der gotischen Rankenmalerei mit Halbfiguren auf rotem Grund erhalten. Dreiarmige Wandleuchter erleuchteten den Saal. Am Unterzug hängen fünf von ursprünglich sechs gotischen Leuchterkronen mit starken Hirsch- und Rentiergeweihen. Auf einem Mittelstück steht je eine Figur: die Madonna, der Heilige Georg, Johannes der Täufer, die heilige Ursula und eine Heilige mit Schwert und Buch, wahrscheinlich Katharina.
 
 

Rathaus, Gerichtslaube

 
 
 
Rathaus, Gerichtslaube
 
Das Bauwerk:
Die Gerichtslaube ist der älteste erhaltene Innenraum des Rathauses. In dem ursprünglich als Ratsdörnse bezeichneten Raum, tagte seit etwa 1330 vornehmlich im Winter der Rat. Im Bereich des Ratsstuhls befindet sich eine Heißluftheizung. Beim Ratsstuhl, der Elemente verschiedener Jahrhunderte vereint, steht ein Beischlag von 1497 mit der Darstellung des Strebkatzenziehens und des Stadtwappens. Die Südwand besticht durch das große Neunheldenfenster. Die um 1410 geschaffenen Glasgemälde stellen die neun mittelalterlichen guten Helden dar. An der gegenüberliegenden Wand befindet sich eine monumentale Tafelmalerei, die zwischen 1480 und 1495 entstanden ist. Christus als Weltenrichter wird flankiert von Maria und Johannes dem Täufer, dem Patron der Lüneburger Hauptkirche. In der westlichen Wand sind drei Schränke eingebaut, sogenannte Schenkschiven, auf denen der Rat sein reiches Silber präsentierte. Zwei Schränke wurden im späten 15. Jahrhundert, der dritte 1521 gefertigt. Die den Raum prägende Bemalung der Holztonne und der Wände entstand 1529. Der Fußboden aus ehemals glasierten Tonplatten und Gipsestrichfeldern mit Löwen und Vierpässen hatte eine verblüffende plastische Wirkung.
 
 
 

St. Johanniskirche

 
 
St. Johanniskirche
Kontakt:
Bei der St. Johanniskirche 1
21335 Lüneburg
www.st-johanniskirche.de

Öffnungszeiten:
09.01.2006-31.03.2006
Mo.-Mi. geschlossen
Do 11-16 Uhr
Fr+Sa 11-18 Uhr
So. 9-16 Uhr

ab 01.04.2006
Mo-Do 10-17 Uhr
Fr+Sa 10-18 Uhr
So. 10-17 Uhr

Orgelmusik:
Freitag 17.30-17.45 Uhr
 
Das Bauwerk:
Die St. Johanniskirche wird erstmals 1174 genannt. Vermutlich liegen ihre Ursprünge in karolingischer Zeit. Der Beginn des gotischen Baus liegt in den 80er Jahren des 13. Jahrhunderts. Der gedrungene Turm mit einem tief eingeschnittenen Portal wird von vier mit Blenden und Maßwerk reich verzierten Giebeln gekrönt. Die äußeren Seitenschiffe sind unter selbständigen Kupferdächern, während die dreischiffige Halle von einem Dach überspannt wird. Der Hauptaltar mit vier Flügeln entstand zwischen 1430 und 1485. In einer kleinen Wandnische rechts des Altars steht ein Hostienkästchen (ca. 1480) in Gestalt einer gotischen Kirche.  In der Mitte des Baldachin-Altars im nördlichen Außenschiff befindet sich eine Schnitzfigur Johannes des Evangelisten (1400). In unmittelbarer Nähe hängt der Marienleuchter, eine Stiftung der Pelzergilde (ca. 1490).
Neben diesen mittelalterlichen Kunstwerken besitzt die St. Johanniskirche eine bedeutende Ausstattung der Renaissance.
 
 
 

St. Nicolaikirche

 
 
St. Nicolaikirche
Kontakt:
Lüner Straße
21335 Lüneburg
Tel +49 4131 2430770
Fax +49 4131 2430776
http://www.st-nicolai.eu/

Öffnungszeiten:
täglich 9-17 Uhr
Turmbesteigungen nach Vereinbarung

 

Das Bauwerk:
St. Nicolai ist die jüngste der Lüneburger Kirchen. Sie war die Kirche der einfachen Bürger, besonders der Schiffer und Salztonnenböttcher. Als Jahr des Baubeginns ist 1407 überliefert. Die dreischiffige Basilika weist Seitenkapellen auf, die mit ihren darüber liegenden Emporen fast die Höhe der Seitenschiffe erreichen. Das Langhaus ist nur vier Joche lang. Das Mittelschiff wird von einem achtzackigen Sternengewölbe überspannt.
Die Kirche ist reich mit gotischen Kunstwerken ausgestattet. Der vierflügelige Hochaltar, ursprünglich in der 1860/61 abgebrochenen St. Lambertikirche, wird Hans Bornemann (vor 1458) zugeschrieben. Im Chorumgang befinden sich Reste eines Hochaltars der ehem. Heiligentaler Klosterkirche. Die Tafelbilder mit den Lüneburger Stadtansichten werden ebenfalls Hans Bornemann (um 1444) zugeschrieben. Eine einst dreifigurige Kreuzgruppe im südlichen Chorumgang stammt vom Lüneburger Schnitzer Volkmer Klovesten um 1450. An der westlichen Abschlusswand des Nordseitenschiffes befindet ein großes Kruzifix von Cord Snitker, gegen 1470.
 
 
 

Kloster Lüne

 
 
Kloster Lüne
Kontakt:
Am Domänenhof
21337 Lüneburg
04131/52318
info@kloster-luene.de
www.kloster-luene.de

Öffnungszeiten:
01. April - 15. Oktober
Dienstag – Sonntag
(Montags und Karfreitag geschlossen)

Kloster
(nur mit Führung,
Dauer ca. 1 h)
Dienstags bis Samstags
Vormittags: 10:30 Uhr
Nachmittags:
14:30 und 15:30 Uhr
Sonn- & Feiertage
Vormittags: 11.30 Uhr
Nachmittags:
14:30 und 15:30 Uhr
 
Das Bauwerk:
Das Frauenkloster Lüne wurde 1172 gegründet. Nach zweimaliger Zerstörung erfolgte ein Wiederaufbau am heutigen Standort. Der Bau der Kirche begann 1373. In der westlichen Langhaushälfte befindet sich der Nonnenchor. Der Kreuzgang entstand im 15./16. Jahrhundert. In den Fenstern des Kreuzganges befinden sich hervorragende mittelalterliche Glasgemälde.
Die Barbarakapelle, ein einjochiger Saalbau, gehört vermutlich zum ältesten Baubestand aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert. In der Eingangshalle befindet sich in einem Erkerausbau ein Handstein mit bronzenem Brunnenaufbau des frühen 15. Jahrhunderts. Das Refektorium wurde um 1500 neu gestaltet. Im Sommerremter sind Malereien des späten 15. Jahrhunderts rekonstruiert. Nördlich des Klosters liegt die Propstei, kurz nach 1500 errichtet.  Im Teppichmuseum werden Altar- und Fastentücher des 13. - 14. Jahrhunderts und Teppiche um 1500 gezeigt.
Café im Kloster
täglich von
12:00 bis 18:00 Uhr
außer Montags
 
 
 

St. Nikolaihof in Bardowick

 
 
Nikolaihof
 
Das Leprosenhospital der Stadt Lüneburg, St. Nikolaihof, urkundlich erstmals 1251 genannt, lag weit vor den Toren der Stadt, am Südrand der aus mehreren Konglomeraten bestehenden Siedlung Bardowick. 

Informationen zu diesem hervorragend erhaltenen mittelalterlichen Komplex finden Sie auf der Seite Bardowicks.
 
 
 

Lüner Hof

 
 
Lüne Hof
 
Das Bauwerk:
Das Kloster Lüne erwarb 1356 den Lüne Hof und vollendete den Bau des Hauptgebäudes 1361. Der Gebäudekomplex besteht aus einem Hauptgebäude mit einer Grundfläche von ca. 33 x 10 m, einer Durchfahrtsüberbauung und weiteren Nebengebäuden. Das dreigeschossige giebelständige Hauptgebäude besitzt ein mittiges, spitzbogiges Eingangsportal, das über eine Treppenanlage erreicht wird. Die Segmentbogenfenster des ersten und zweiten Obergeschosses waren ehemals wohl eingestellte Zwillingsfenster. Im einfachen Giebeldreieck befinden sich Spitzbogenfenster. Die Traufseite zur Lüner Straße war ursprünglich durch Spitz- und Segmentbogenfenster gegliedert. Im westlichen Bereich der Traufseite liegen in verschiedenen Geschossen Ladeluken übereinander. Die Hoftraufseite ist ähnlich schlicht gestaltet. Der zweischiffige Keller mit jeweils neun Kreuzrippengewölben auf kreuzförmigen Mittelpfeilern hat einen äußeren Zugang von der Straße Auf dem Kauf. Das Erdgeschoss folgt der Gliederung des Kellers. Hier befindet sich ein abgetrennter Raum mit zwei Kreuzrippengewölben, der als Kapelle gedeutet wird. Das zweite Obergeschoss war vermutlich ursprünglich ungeteilt und diente wie die vier Böden des Daches als Lager. Ladeluken und Kran ermöglichten das Einlagern von Gütern. In der Kaufurkunde von 1356 ist vermerkt, dass das Kloster Lüne das Gebäude als "zoltrom" errichten ließ. Der Klosterhof diente dem Konvent bei Aufenthalten in der Stadt und in Notzeiten als Refugium.
 
 
 

Ratsbücherei, ehem. Franziskanerkloster

 
 
Ratsbücherei
Kontakt:
Ratsbücherei der Stadt Lüneburg
Am Marienplatz
321335 Lüneburg
Tel: 04131/309609 
www.lueneburg.de/stadt/
ratsbuecherei


Öffnungszeiten:
Di, Do, Fr 10-18 Uhr
Mi+Sa 10-13 Uhr
 
Das Bauwerk:
Zwei Jahrzehnte vor der Verleihung des Stadtrechtes gründeten einem sagenhaften Bericht zu Folge Franziskaner im Jahre 1229 in unmittelbarer Nähe des späteren Rathauses eine Kapelle. Über weitere Baulichkeiten berichtet eine Chronik des Jahres 1414, dass Herzog Otto der Strenge (1277-1330) „der barvoten brodere reventer unde ere closter binnen Luneborch beterde und he mit buwende“. Die ausdrückliche Nennung des Refektoriums läßt auf einen bemerkenswerten Bau schließen. Die Weihe einer Kirche erfolgte kurz nach der Mitte des 13. Jahrhunderts. Von den Klostergebäuden ist nur ein kleiner Teil in der heutigen Ratsbücherei erhalten. Das Erdgeschoss nimmt ein mit Kreuzgewölbe überdeckter zweischiffiger Saal ein. Auch das Obergeschoss besaß ein Gewölbe. Das Dachwerk ist dendrochronologisch auf 1495/96 datiert. Westlich schließt sich der Rest des Kreuzganges an. Die südlich anschließende gotische Kirche wurde 1576-81 durch einen Neubau ersetzt, der 1818 wegen Baufälligkeit abgebrochen werden musste. Die Auflösung des Klosters erfolgte 1530. Der Rat übernahm den Gebäudekomplex und brachte zunächst in einem Teil des ehemaligen Klosters seine Bibliothek unter.
 
 
 

Glockenhaus

 
 
 
Das Bauwerk:
Das 1482 erbaute Glockenhaus war das Zeughaus der Stadt, diente aber auch als Lager für Korn und Mehl. In seiner Funktion als Zeughaus trug es auch zeitweilig den Namen "bussenhus". Auf dem Glockenhof befand sich der städtische Bauhof. Das 40 m lange und 13 m breite Gebäude besitzt drei Vollgeschosse und vier Dachböden. Die drei Geschosse sind durch drei Reihen von Segmentbogenfenstern gekennzeichnet. Eine horizontale Gliederung erfolgt durch zwei Terrakottafriese. Der freistehende östliche Giebel trägt in seinem oberen Teil die aus glasierten Backsteinen gebildete Stadtmarke A. Im Inneren werden die Deckenbalken durch mächtige Ständer und Unterzüge gestützt. 1974 wurde das Glockenhaus umgebaut.
 
 
 

Hospital zum Heiligen Geist

 
 
Heiliggeist Hopital
 
Das Bauwerk:
Die Anfänge des Hospitals in der Nähe des ehemaligen Sülztores und der abgebrochenen Lambertikirche liegen im späten 13. Jahrhundert. Der lang gestreckte Hospitalbau entstand im frühen 14. Jahrhundert und wurde 1586 und 1724 erneuert und erweitert. Die ehemalige Hospitalkapelle wurde 1867 abgebrochen und durch einen Schulneubau ersetzt. Auf der Schule blieb der 1490 errichtete schlanke Dachreiter erhalten.
An den Außenwänden des gotischen Baukörpers sind noch die ehemaligen schmalen, spitzbogigen Fensteröffnungen zu erkennen.
Noch heute dient ein Teil des Gebäudes als Hospital (Altersheim).
 
 
 

Kalandhaus

 
 
Kaland Haus
 
Das Bauwerk:
Bereits 1455 wird ein Kalandhaus genannt. Das heutige Gebäude wurde um 1481 errichtet. Nach Auflösung der Kalandsbruderschaft im Jahre 1532 ging das Haus in den Besitz der Stadt Lüneburg über und war über Jahrhunderte hindurch das Wohnhaus des Rektors des Johanneums.
Im Grundriss und der Struktur gleicht das Gebäude einem gotischen Dielenhaus mit hoher Diele im Erdgeschoss und einem mittigen spitzbogigen Eingang. Über diesem Eingang befinden sich drei Nischen, an den Ecken des Gebäudes zwei Wappen des Landes und der Stadt unter einem glasierten Laubwerkfries. Der siebenteilige Giebel ist reich mit Taustein verziert. Der Vordergiebel wurde 1896 nach altem Vorbild rekonstruiert.
 
 

St. Michaeliskirche

 
 
St. Michaeliskirche
Kontakt:
Johann-Sebastian-Bach-Platz
21335 Lüneburg
www.sankt-michaelis.de  

Öffnungszeiten:
täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr, sonntags von 13.30 bis 17.00 Uhr (im Winterhalbjahr bis 16.00 Uhr)


 
Das Bauwerk:
Ehemalige Benediktinerklosterkirche, Erstnennung 956 auf dem Kalkberg, nach Zerstörung der herzoglichen Burg 1371 Verlegung an den heutigen Standort. Grundsteinlegung der neuen Klosteranlage und des dreischiffigen Hallenbaus 1376, zweigeschossige Abtskapelle an der Nordseite 1412, Turmbau ab 1430, unvollendet, Turmhaube von 1765, Dächer des Mittelschiffes und der Seitenschiffe Mitte des 18. Jahrhunderts zu einem Dach vereint, unter dem Chor Unterkirche mit zwei Seitenkapellen. Die mittelalterliche Ausstattung ist heute zerstreut. Hauptwerk der lüneburgischen Malerei und Skulptur um 1415 bildete der monumentale Hochaltarschrein („Goldene Tafel“). Die Michaeliskirche war bis zum Ende des 15. Jahrhunderts Grablege der lüneburgischen Herrscherfamilien. Nördlich der Kirche Reste der durch Ausgrabungen freigelegten Klosteranlage.
 
 

Literatur

 
 
 
  • T. Albrecht, Das Rathaus in Lüneburg. München 2002
  • M. Eckhard und C. Stagge, Lüneburg. Der Stadtführer. Ein Führer durch die alte Salzstadt. Wernigerode 2006
  • H. Lamschus, C. Lamschus, T. Krausz, Lüneburg. Eine Bilderreise. Hamburg 2006
  • A. Lorenz Leber, Kloster Lüne. Königstein 1991
  • C. Pietsch, Kloster Lüne. Textilmuseum im Evangelischen Damenstift. Passau 1996
  • M. Schnelle, Lüneburg. Bremen 2006