Die alte Hansestadt Frankfurt an der Oder ist eine Reise wert. Von ihrer großen Vergangenheit zeugen mächtige backsteingotische Baudenkmale wie das Rathaus, die Friedenskirche oder die St. Marienkirche mit ihren einmaligen farbigen Glasmalereien, einer detaillierten Darstellung der biblischen Geschichte, der berühmten „Bilderbibel”. Die Konzerthalle „Carl Philipp Emanuel Bach”, eine ehemalige Franziskanerkirche, ist u. a. Sitz des Brandenburgischen Staatsorchesters und der Frankfurter Singakademie.
Frankfurt trägt seit 1999 den Namen Kleiststadt: Hier wurde der Dichter geboren, hier studierte er und hier befindet sich das Kleist-Museum. Die Stadt ist stolz auf ihre 1991 wieder gegründete Europa-Universität Viadrina – zurzeit studieren an ihr junge Leute aus 78 Ländern. Darüber hinaus ist Frankfurt eine Sportstadt, eine grüne Stadt mit vielen schönen alten Parks und eine Solarstadt.
Die
St. Marienkirche war die Stadtpfarrkirche und nach der Gründung der Viadrina auch die Universitätskirche, deren Baubeginn mit der Stadtrechtsverleihung 1253 einherging. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche zur Ruine, ab 1980 erfolgten die ersten Instandhaltungen. Ein besonderer Schatz der Kirche ist die „Gläserne Bilderbibel“ aus dem 14. Jh.
Das
Rathaus ist eines der ältesten und größten Rathäuser Deutschlands. Der Baubeginn dieses repräsentativen Gebäudes lag in der zweiten Hälfte des 13. Jhs. 1945 wurde das Gebäude völlig zerstört und in den kommenden Jahrzehnten aufwendig wieder aufgebaut.
Die
Friedenskirche (Nikolaikirche) ist die älteste Kirche Frankfurts – der Baubeginn war vermutlich um 1230. Ihre heutige äußere Form erhielt die Kirche jedoch im 19. Jh. Im Verlauf einer wechselhaften Geschichte trug die Kirche mehrere Namen und es gab verschiedene Nutzungen. Der Dachstuhl stammt aus dem Mittelalter und gilt als die älteste erhaltene Arbeit Frankfurter Zimmerleute.
Die
Konzerthalle (Franziskaner Klosterkirche) "Carl Philipp Emanuel Bach" ist eine dreischiffige Hallenkirche, deren Baubeginn um 1270 lag. In dem Gotteshaus ist Heinrich von Kleist 1777 getauft und 1792 konfirmiert worden. Ab 1966 wurde die Kirche zur Konzerthalle umgebaut.
Interessantes jenseits der Backsteingotik
Das Museum wurde 1965 gegründet. Die Ausstellungen werden in der historischen Rathaushalle und im ehemaligen Packhof an der Oderpromenade gezeigt.
Das Museum Viadrina ist das größte kulturhistorische Museum Ostbrandenburgs, das seinen Hauptsitz seit 1957 im Junkerhaus hat – einem überregional bedeutsamen Baudenkmal.
Die Stadt Frankfurt (Oder) beheimatet das einzige Kleist-Museum im deutschsprachigen Raum. Es widmet sich dem Leben und Werk des in der Stadt geborenen Dichters Heinrich von Kleist (1777–1811).
Kirche St. GertraudDie St.-Gertraud-Kirche ist eine neogotische Backsteinkirche aus dem 19. Jahrhundert. Seit Kriegsende beherbergt die Kirche die geretteten Kunstschätze der 1945 ausgebrannten St. Marienkirche. Eine besondere Kostbarkeit ist der geschnitzte und vergoldete mehrflügelige Marienaltar (Ende 15. Jh.).
Ausgewählte Veranstaltungen