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Die Europäische Route der Backsteingotik wurde im Rahmen der denkmal2010 in Leipzig ausgezeichnet mit einer Goldmedaille für "herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa".
 
Goldmedaille
 
 
 

Die Europäische Route der Backsteingotik erhielt im Herbst 2012 einen "Sonderpreis" der Jury des europa nostra-Komitees. Damit würdigte die Organisation, die unter anderem den Erhalt des kulturellen Erbes in Europa zum Ziel hat, die besondere Arbeit des Vereins. 
 
special mention europa nostra
 
 

Deutschland

EuRoB-Karte Lüneburg
 

Backsteingotische Kirchen bei Lüneburg

Neetze St. Willibrord
 
 
 

Adendorf, St. Johannis-Kapelle

 
 
 
Adendorf, St. Johannis-Kapelle:
Gotischer Backsteinbau aus dem 13. Jahrhundert, Brauthaus aus Fachwerk (16.Jh.) mit hölzernem Dachreiter, Taufständer aus Eichenholz um 1400, Flügelaltar um 1700, Messing-Kronleuchter (1764), farbige Glasfenster von W. Petzold (1998).
 
 
 

Barskamp, St. Viti-Kirche

 
 
 
 
Barskamp, St.-Viti-Kirche:
Romanischer Rundturm aus Feldsteinen im Westen (vgl. Artlenburg, Betzendorf und Thomasburg), Chor aus Fünfzehntelschluss und schmalem Joch um 1400, im Chor breite, im 18. Jh. veränderte Spitzbogenfenster, flankiert von Kreisblenden, barocker Saalbau 1764-70, Schiff innen durch Emporenstützen in drei Schiffe geteilt, über dem mittleren hölzerne Tonnenwölbung.
Kanzelaltar aus der Werkstatt des Lauenburger Bildhauers Nicolaus Hermann Themund und Abendmahlsbild vom Lüneburger Maler Melchior Westphal, beide 1770, mittelalterliches Taufbecken auf einem Taufständer aus rötlichem Ulmenholz.

Aufgrund von Urkunden des Klosters Medingen sind bereits im 13. Jahrhundert Pastoren in Barskamp nachweisbar.

Siegel: St. Viti (Vitusmarkt und Schützenfest um 15. Juni)
Glocke: 1325 – Meister Ulricus aus Hannover (O REX GLORIAE VENI CUM PACE), 24 Zentner
 
 
 

Betzendorf, Kirche St. Peter und Paul

 
 
 
Kontakt:
Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Peter und Paul
Hinter der Kirche 1
21386 Betzendorf
E-mail:
info@kirche-betzendorf
Internet:
www.kirche-betzendorf.de

Öffnungszeiten:
 
von April bis Erntedankfest täglich mindestens von 10.00 - 17.00 Uhr, sonst ist der Schlüssel im Pfarrhaus erhältlich 

Führungen: 
nach Absprache 
 
Betzendorf, Kirche St. Peter und Paul:
Einschiffiger, stark erneuerter Feldsteinbau, die polygonale Apsis aus Backstein Anfang 15. Jahrhundert, im Westen romanischer Rundturm aus Feldsteinen mit rundbogigen Schallarkaden (Höhe 25 Meter, Mauerstärke zu ebener Erde 2,63 Meter, in Höhe der Schallarkaden 1,17 Meter), Schiff und Chor zu Beginn des 15. Jahrhunderts gewölbt in vier querrechteckigen Jochen und Polygon, Rippengewölbe auf Konsolen, halbrunde Gurte.
Schnitzaltar zwischen 1450 und 1460 vom Lüneburger Bildschnitzer Volkmer Klovesten (im Schrein Marienkrönung, zu beiden Seiten je zwei Apostel, auf den Flügeln je vier weitere, Predella verändert),
Vortragekreuz Anfang 15. Jahrhundert mit Evangelistensymbolen, auf der Rückseite die Symbole des siegreichen Christus), Bronzetaufbecken auf vier Tragefiguren und Bodenring, am Becken Pilgerzeichen und Datum 1368 (Nennung der Juraten und des Pastors), zwei Paar Altarleuchter 16. Jahrhundert.
 
 
 

Dahlenburg, St. Johanniskirche und St. Laurentius-Kapelle

 
 
 
 
Dahlenburg, St. Johannis:
Bedeutend in der St. Johanniskirche ist insbesondere der spätgotische Schnitzaltar sowie ein spätgotischer Stollenschrank. 












Dahlenburg, St. Laurentius-Kapelle: 
Die pittoreske St.. Laurentius-Kapelle wurde nicht aus Backstein errichtet, sondern ist ein gotischer Feldsteinbau. Sie steht vor den Toren des Ortes auf einer Anhöhe. Der rechteckige Bau mit schmalen Spitzbogenfenstern stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. 
 
 
 

Embsen, St. Katharinen-Kirche

 
 
 
Öffnungszeiten:
keine festen Öffnungszeiten

Führungen:
werden noch nicht angeboten
 
Embsen, St. Katharinen-Kirche:
Gewölbter spätgotischer Backsteinbau (1406), ungewöhnlicher Grundriss mit Fünfzehntelschluss im Osten und Dreisechstelschluss im Westen, Gewölbe mit Birnstabrippen, rundbogigen Gurten und Konsolen, Schildbögen als große Wandnischen ausgebildet, Äußeres neu verblendet mit Maschinenziegeln (1950er), Glockenturm 18. Jahrhundert.

Taufbecken, zweite Hälfte 14. Jahrhundert (1844 an einen Händler verkauft, heute im Cluny-Museum, Paris).

Glocken 1791 durch den Patron aus dem Bestand der Lüneburger St. Michaelskirche erworben: 
1. vermutlich St. Cyriacus, Ende 12. Jahrhundert (395 kg, Durchmesser 0,74 m, Höhe 0,67 m), 
2. Bienenkorbglocke, Glockengießer Johannes Snitker, 1440 (105 kg, Durchmesser 0,53 m, Höhe 0,48 Meter)

Patronat: von Estorff (1280)
 
 
 

Lüdersburg, St. Peter und Paul

 
 
 
 
Lüdersburg, St. Peter und Paul:
spätgotischer Saalbau aus Backstein mit polygonalem Chorabschluss, 15. Jh., Westteil des Langhauses und Westturm 1873, innen Balkendecke, Kanzel um 1700
 
 
 

Neetze, St. Willibrord-Kirche

 
 
 
 
Neetze, St. Willibrord-Kirche:
Rechteckiger spätgotischer Feldsteinbau mit Ostpolygon, Westturm aus Backstein mit Mansardhelm, Südportal mit Taustabprofil, um 1500, innen flache Holztonne.

Mittelschrein eines Schnitzaltars, um 1470 (im durchgehenden Mittelfeld Kreuzigung, seitlich die Szenen: Verrat, Kreuztragung, Grablegung und Auferstehung, halbhoch unter reich verzierten Baldachinen aus Wimpergen und Fialen),

Predella, Bekrönung und Flügel (1592)
 
 
 

Radegast

 
 
 
 
Kirche zu Radegast:
Der Schutzheilige der Kirche ist nicht mehr feststellbar. Es handelt sich um einen gotischen Saalbau aus Backsteinen aus Mitte des 15. Jhs., innen segmentbogige Wandnischen, im Osten polygonaler Abschluss, Turm 1752 abgebrochen und 1759/60 neu erbaut (Inschrift), Sakristei 1729 angebaut, zwei Leuchter von 1658, Altar und Kanzel 1811, Orgel 1884.
 
 
 

Raven, St. Martin-Kirche

 
 
 
Öffnungszeiten: 
täglich von 8.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit
 
Raven, St. Martin-Kirche:
Rechteckiger Saalbau mit verdrücktem 5/10 Chorschluss, Anfang 15. Jh. auf älteren Fundamenten erbaut, erste Erwähnung zwischen 1250 und 1253; wuchtiger, nahezu quadratischer Westturm, um 1600; im Inneren sechsteilige Gewölbe über Konsolen, Schildbögen wie große Spitzbogennischen ausgebildet, rundbogige Gurte und Rippen gleichartig mit Birnstab profiliert, Altaraufsatz von Hans Snitger dem Älteren (ca. 1430) mit Marienkrönung und vier Aposteln, Kanzel 16. Jh., Empore 1602; im Turm Glocken von 1309 und 1697.
 
 
 

Scharnebeck, St. Marien-Kirche

 
 
 
 
Scharnebeck, St. Marien-Kirche:
Kirche des 1244 in Steinbeck gegründeten und 1253 nach Scharnebeck verlegten Zisterzienserklosters, 1531 säkularisiert, 1712 Abriss der Kirche und Einbeziehung der Außenmauern des Chors (um 1370-80) in den Neubau, Reste des gotischen Chorgestühls (um 1370-80) und Sandsteinmadonna (14. Jh.).
 
 
 

Thomasburg, St. Peter und Paul

 
 
 
Öffnungszeiten: 
von April bis zum Erntedankfest täglich von 9.00 - 18.00 Uhr
 
Thomasburg, St. Peter und Paul:
Urkundlich erwähnt wird "Totimesborg" (Thomasburg) erstmals 1124. Die Kirche bricht 1643 zusammen, wird aber sofort wieder aufgebaut.
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts, 1907/08, wird die Peter und Paul-Kirche umgebaut. Der Eingangsvorbau wird geschaffen, der Altarraum erweitert und die Orgelempore eingebaut. Aus Spenden werden der Altar, die Kanzel, die Taufe, das Lesepult, Wandleuchter, die Orgel und einiges mehr angeschafft.
1990/93 wird die Kirche gründlich saniert und renoviert und zeigt nun wieder die Farbgebung aus dem Jahr 1908.
 
 
 
 
Die backsteingotischen Kirchen rund um Lüneburg sind Mitglieder im Kirchenkreis Lüneburg. Die Offenheit der Kirchen, sich neben ihrer eigentlichen Funktion auch Besuchern mit kunst- und kulturhistorischem Interesse zu präsentieren, wird durch die "Landeszeitung für die Lüneburger Heide GmbH", der Online-Zeitung für die Stadt und den Landkreis Lüneburg, unterstützt.