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Die Europäische Route der Backsteingotik wurde im Rahmen der denkmal2010 in Leipzig ausgezeichnet mit einer Goldmedaille für "herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa".
 
Goldmedaille
 
 
 

Die Europäische Route der Backsteingotik erhielt im Herbst 2012 einen "Sonderpreis" der Jury des europa nostra-Komitees. Damit würdigte die Organisation, die unter anderem den Erhalt des kulturellen Erbes in Europa zum Ziel hat, die besondere Arbeit des Vereins. 
 
special mention europa nostra
 
 

Deutschland

EuRoB-Karte Rügen
 

Insel Rügen

 
 
 

Marienkirche Bergen

 
 
Kontakt:
Evanglische Kirchengemeinde
Billrothstr. 1
18528 Bergen auf Rügen
Tel. 03838 253524 (Pfarramt)
Tel. 03838 811206 (Stadtinfo)
E-mail:
bergen@pek.de
Internet:
www.kirche-bergen.de

Öffnungszeiten:
keine festen Öffnungszeiten

Eintritt:
frei
 
 
Das Bauwerk:
Die Marienkirche ist die älteste und bedeutendste Kirche Rügens. Mit dem Bau wurde 1180 begonnen, unmittelbar nach der Christianisierung Rügens durch die Dänen, deren Einfluß u.a. im romanischen östlichen Chor und anschließendem Querhaus sichtbar ist. Sie war als Palastkirche des slawischen Fürsten Jaromar gedacht, wurde 1193 Benedektinerinnenkloster, ab 1250 Klosterkirche für Zisterzienserinnen und ab 1380 Pfarrkirche. Im 14. Jh. erfolgte der gotische Umbau des Langhauses und der Bau des Turmes. Einzigartig in Norddeutschland ist die spätromanische Totalausmalung in Chor und Querschiff sowie ein reichlich mit Edelsteinen verzierter goldener Abendmahlskelch aus dieser Zeit. Die weitere Ausstattung stammt weitgehend aus dem Spätbarock. Ein in der Außenwand eingemauerter slawischer Grabstein, der vermutlich einen slawischen Priester darstellt und aus der Zeit vor dem Kirchenbau stammt, deutet auf einen alten slawischen Begräbnisplatz hin.
 
 
 

Pfarrkirche Altenkirchen

 
 
Kontakt:
Evangelisches Pfarramt Nordrügen
An der Kirche 1
18556 Altenkirchen
Tel. 038391 366
Fax 038391 439952
E-mail:
altenkirchen@pek.de
Internet:
www.kirche-altenkirchen-ruegen.de
 
Das Bauwerk:
Die Pfarrkirche ist der zweitälteste Sakralbau der Insel Rügen und mit der von dänischen Mönchen eingeführten Ziegeltechnik um 1200 vermutlich auf einem slawischen Begräbnis-platz, von dem der eingemauerte "Swantewit-Stein" zeugt, gebaut. Aus der romanischen Zeit sind die Apsis und das Chorquadrat erhalten. In der Spätgotik erhielt der Chor ein Kreuzrippengewölbe. Ornamentale Wand-malereien aus dem frühen 13. Jh sind hier rekonstruiert worden und stellen mit der gotländischen Kalksteinfünte die ältesten Zeugnisse der christlichen Ausstattung dar. Ursprünglich als dreischiffige querschifflose Pfeilerbasilika geplant und begonnen, kam die Kirche verändert zur Ausführung. Neben dem großen Kruzifix aus dem 14.Jh. im Triumphbogen stellen der 1724 entstandene Altar und der 1730 geschaffene Taufengel von Elias Keßler Besonderheiten dar. Im Seitenschiff befindet sich eine Kopie des Gemäldes "Christus rettet den im Meer versinkenden Petrus" von P. O. Runge.
 
 
 

St. Johanneskirche Schaprode

 
 
Kontakt:
Ev. Pfarramt
Lange Straße 19
18569 Schaprode/Rügen
Tel./Fax 038309 1363
E-mail:
schaprode@pek.de
 
Das Bauwerk:
Die Kirche St Johannes in Schaprode gehört zu den ältesten Kirchen aus dem beginnen-den 13. Jh. Heute noch erhalten sind der romanische Chor mit der Apsis und Teile der Ostwand des einst dreischiffigen Langhauses. Nach 1450 wurde das vierjochige kreuz-rippengewölbte Kirchenschiff errichtet. Älteste Ausstattungsstücke sind Grabplatten von 1369 und 1403. Sehenswert ist die spät-gotische Triumphkreuzgruppe auf dem Lettnerbalken aus der Zeit um 1500. 1723 schuf der Bildschnitzer Hans Broder zusammen mit dem Maler Franz Rose die Kanzel, den Beichtstuhl und wohl auch die Taufe. Der barocke dreigeschossige Altaraufsatz mit Szenen aus dem Leben Christi stammt aus dem Jahr 1730. Der markante Kirchturm ist weithin sichtbar und dient daher als eingetragene Landmarke für Seefahrer.
 
 
 

St. Marienkirche in Waase auf Ummanz

 
 
Kontakt:
Am Focker Strom
18569 Waase
Tel. 038305 328 (Pfarramt Gingst)
Fax 038305 53794
E-mail:
gingst@pek.de

Öffnungszeiten:
April - Oktober
Mo: 12.00 - 14.00 Uhr
Di - Fr: 11.00 - 15.00 Uhr
Sa, So und Feiertage:
14.00 - 15.00 Uhr
 
Das Bauwerk:
Die 1291 durch Zisterzienser Mönche geschaffene Kapelle erhielt 1440 ihre heutige Gestalt einer Backsteinkirche. Das Langhaus aus eichenem Fachwerk mit Backsteinfüllung entstammt dem 16./17.Jh. Erst im 18. Jh. entstand der Choranbau. Malereien aus der Zeit um 1470 wurden an den Wänden und am Triumphbogen freigelegt. Älteste Ausstattungsstücke sind das gotische Triumphkruzifix um 1500 und der 1520 in Antwerpen gefertigte gotische Schnitzaltar, der zu den bedeutendsten sakralen Kunstwerken Norddeutschlands gezählt wird und stilistische und zeitliche Verwandtschaft zu Hans Brüggemanns Bordesholmer Altar in Schleswig und zu Jan Bormanns Güstrower Pfarrkirchenaltar aus Brüssel aufweist. Der Altar wurde von Stralsunder Kaufleuten für die dortige Nikolaikirche erworben und gelangte 1708 an den jetzigen Standort. Renaissance-kanzel und Messingkronleuchter stammen ebenfalls aus Stralsunder Kirchen bzw. der "Neuen Ratsstube" in Stralsund.
 
 
 

St. Michaeliskirche Sagard

 
 
Kontakt:
Pfarramt Sassnitz
Tel. 038392 22509
Fax 038392 23894
E-mail:
sassnitz@pek.de

Öffnungszeiten:
keine feste Öffnungszeiten

Eintritt:
frei
 
Das Bauwerk:
Imposante Backsteindorfkirche. Kräftiges Findlingsfundament des Turmes. Zu Beginn des 13. Jh. entstand eine einschiffige, vier Joche lange, romanische Kirche. Vom ursprünglich spätromanischen Bau haben sich die Langhauswände sowie der westliche Teil des Triumphbogens in voller Höhe erhalten. Die Gliederung der romanischen Oberwand ist außen und innen fast vollständig erhalten. Um 1400 Neubau des Chores in gotischer Form (unter Verwendung von Abbruchmaterial des romanischen Chores) und  Anbau einer Sakristei.  Im Verlauf des 15. Jh.:  Veränderung des Langhaus durch das Einbrechen von Arkaden in die Nordwand, Bau eines nördlichen Seitenschiff  und einer südlicher Kapelle. In die Südwand des romanischen Schiffes gotische Fenster eingebrochen.   Bau des Westturmes um 1500. Chor flache Bretterdecke (vorgesehenes Gewölbe nie verwirklicht). Langhaus eingewölbt nach Fertigstellung des Westturmes. 1633 Erneuerung des Turmhelms und Bau des Zeltdaches. 1786/87 Erweiterung der Südkapelle um zwei kreuzrippengewölbte Joche im Renaissancestil. Bau einer zweigeschossigen Sakristei im 18. Jh. unter Verwendung von Mauerresten einer älteren Sakristei. Außenwand des nördlichen Seitenschiffes 1917 neu verblendet. Inneres weiß getüncht. Einrichtung einheitlich gelbbraun gestrichen. Fußboden Ziegelpflaster und Tonfliesen. Im Chor um vier Stufen erhöht. Dachstuhl mittelalterlich. Älteste Ausstattungsstücke: Corpus einer Triumphkreuzgruppe des 15. Jh. Sehenswert: zweigeschossige Orgel von 1796 von Orgelbauer Christian Kindt aus Stralsund, mit aufwändigem barocken Prospekt. Weitere Ausstattung: 2 Beichtstühle um 1720, Altar von 1726/27 von Stralsunder Holzbildhauer Elias Keßler, Kanzel, Taufe , Gestühl und Empore von 1830.
 
 
 

Kirche Bobbin

 
 
Kontakt:
Pfarramt Altenkirchen
Tel. 038391 366
Fax 038391 439952
E-mail:
altenkirchen@pek.de
Internet:
www.kirche-altenkirchen-ruegen.de

Öffnungszeiten:
keine feste Öffnungszeiten
 
Eintritt:
frei
 
Das Bauwerk:
Vom Vorgängerbau (1250 erwähnt, ursprünglich in Bergener Klosterbesitz), sind keine Überreste vorhanden. Heutige Kirche ist ein imposanter, steinsichtig verputzter Feldsteinbau mit Backsteinformteilen. Backstein ist für die Gebäudekanten, Giebel, Strebepfeiler, Gewölbe und alle Schmuckformen verwendet. Schiff, Chor und Sakristei um 1400 entstanden. Rechteckiges Kirchenschiff mit hölzerner Flachdecke, eingezogener Chor kreuzrippengewölbt. Die zwei quadratische Chorjoche sind im Langhaus vergrößert wiederholt. Inneres weiß getüncht und 1955 schlicht ausgemalt. Fußboden aus Kalksteinplatten. Der Chor liegt eine Stufe höher als das Schiff. Die Fenster wurden wahrscheinlich schon im Mittelalter vergrößert. "Likhus" an der Südseite des Chores im 17. Jh. errichtet, wurde im 17. Jh als Aufgang zur Patronatsloge ausgebaut. Westturm aus Backstein mit eingesprengten Feldsteinen um 1500 angebaut (der obere Teil noch später). Steiles Zeltdach mit Wetterfahne von 1657. Älteste Ausstattungsstücke: gotländische Kalksteinfünte von um 1300 (vermutlich aus Vorgängerbau). Kuppawand mit zwölf Spitzbogenblenden verziert.
Sehenswert: in der Südwand der Sakristei eingemauerter eisenvergitterter  Sakramentschrein (um 1400) , geschmückt mit gotischer Temperamalerei und Schnitzwerk, neben dem Altar Sakramentsnische mit eisenbeschlagenen Holztür unter einem Wimperg und Vierpass. Weitere Ausstattung: Kanzel von 1622 (Spätrenaissance), Hauptaltar mit Chorschranken (1668) und Patronatsloge, Beichtstuhl von 1775 (Werkstatt Michael Müller, Stralsund), Bildnisse, Grabplatten.
Friedhof sehenswert.
 
 
 

Kirche Poseritz

 
 
Kontakt:
Ev. Pfarramt
Lindenstraße 1
18574 Poseritz
Tel. / Fax 038307 201
E-mail:
poseritz@pek.de
Internet:
www.kirche-poseritz.de
 
Öffnungszeiten:
keine feste Öffnungszeiten
 
Eintritt:
frei
 
Das Bauwerk:
Backsteinkirche auf Fundament aus großen Findlingen. Im Turm einzelne Feldsteinschichten. Baubeginn des Schiffes zwischen 1302 und 1325. Das Schiff war dreischiffig als Hallenlanghaus geplant und in der ersten Bauphase begonnen (sichtbar an den links und rechts vom Turmzugang stehenden halben Wandpfeilern, die östlichen wurden bei der Verbreiterung des Triumphbogens beseitigt, als der Chor breiter als ursprünglich geplant in nachträgliche Ausstemmungen der Schiffs-Ostwand eingefügt wurde, die Umfassungswände stammen von der dreischiffigen Hallenkirche) wurde aber als dreijochiger Saalbau mit Strebpfeilern in der zweiten Bauperiode ausgeführt. Chor, Schiff und Sakristei haben Kreuzgewölbe (Rippenprofil im Chor: Birnstab zwischen Kehlen, im Schiff: Rundstab), Wandpfeiler außen durch Stützpfeiler verstärkt, flach abschließender Chor bald darauf im 14. Jh. errichtet. Sakristei um 1400 nachträglich nördlich zwischen Chor und Ostwand des Schiffes eingefügt. Wuchtiger Westturm nach 1450 unter Benutzung vorhandener Verzahnung angefügt, um 1580 mit achtseitigem Helm versehen, Im Westportal mit Segmentbogen sitzt eine alte genagelte Rautentür. Inneres weiß geputzt. Fußboden: Ziegelpflaster.
Älteste Ausstattungsstücke: Kalksteinfünte des 14. Jh., gotisches Kruzifix über dem Südportal um 1400, Assistenzfiguren: ein Bischof und eine heilige mit Buch, im Fußboden des Chorraumes sechs eingelassene Grabplatten aus der Zeit von 1329-1744. Weitere Ausstattung: Opferstock aus 15. Jh., Glocke um 1500, an der nördlichen Chorwand große Triumphkreuzgruppe mit Kruzifix 16. Jh., Maria und Johannes 15. Jh. , zwei hölzerne Patronatsstühle von 1598 und 1600., Epitaph von 1600 (Familie des Pastors vor Gekreuzigtem) spätbarocker Schnitzaltar von 1703, Beichtstuhl von 1747, Rokokokanzel von 1755 von Jakob Freese aus Stralsund.
 
 
 

Kirche Vilmnitz

 
 
Kontakt:
Pfarramt Putbus
Tel. 038301 436
Fax 038301 88031
E-mail:
putbus@pek.de

Öffnungszeiten:
keine feste Öffnungszeiten
 
Eintritt:
frei
 
Das Bauwerk:
Imposante Backsteinkirche mit  Feldsteinsockel, z.T. aus sehr großen behauenen Findlingen. Mitte des 13. Jh. Chor mit zwei Chorquadraten kreuzrippengewölbt errichtet. Außen verziert mit romanischem Rundbogenfries. Traufe des Chores liegt höher als Traufe des Schiffes. An der Südwand Priesterpforte mit aufwendig gestalteter Umrahmung aus glasierten und unglasierten Ziegeln (heute innen bündig vermauert).   Kurz darauf die sich nördlich anschließende Sakristei errichtet. Chor über fürstlicher Gruft mit von Falltür verdeckter Treppe. Gruft mit Kreuzgratgewölbe und kleinem Fenster nach Osten. Quadermäßig behauenen Feldsteinen im Mauersockel weisen auf die frühe Bauzeit des Chores und der Sakristei hin.  Ursprünglich schmaleres Kirchenschiff spätestens um die Mitte des 14. Jh. vollendet. Im 15. Jh. Schiff abgebrochen und durch das heute bestehende ersetzt. Schiff mit vier breiten Rechteckjochen kreuzrippengewölbt. Riesige gotische Spitzbogenfenster. Alle Giebel durch Spitzbogenblenden gegliedert. Westlich vorgelagerter quadratischer dreigeschossiger Turm am Ende des 15. Jh. vollendet (überbaut westliche Giebelblenden des Langhauses). Glocke von 1554. Um 1600 Umgestaltung des Chores zu Memorialkirche durch Herren zu Putbus. Anbau der schlichten barocken Südvorhalle in der 2. Hälfte des 18. Jh. als Aufgang zur Patronatsloge. Anbau eines erkerartigen Vorbaus an der Sakristei im 18. Jh. 1906/07 Kirche gründlich instand gesetzt. Sämtliche Fenster spitzbogig. Inneres weiß getüncht. Fußboden um einige Stufen im Chor erhöht, mit Ziegelfliesen (davon zwei mit Jahreszahl "1709" und "1762"). Ältestes Ausstattungsstück: Grabplatte von 1533 (diente ursprünglich als Verschluss der Putbuschen Gruft, jetzt zerbrochen hinter dem Altar aufgestellt, gemauerter Altarblock, in der Deckplatte aus Kalkstein drei Weihekreuze (sonst alle Ausstattungsstücke nachreformatorisch). Sehenswert: Gruft mit 27 z.T. prunkvoll verzierten Särgen aus dem Zeitraum 1637-1856 der Familie zu Putbus. Vier große Sandsteinepitaphien der Familie zu Putbus im Chor (sich paarweise gegenüberstehend: Vater, Mutter, Sohn und Schwiegrtochter) 1599-1601 von Klaus Midow (Meisterwerke der Spätrenaissance), ursprünglich bemalt. Weitere Ausstattung: Renaissancealtaraufsatz aus Sandstein von 1603, (vermutlich auch von Midow), Kanzel von 1708/09 von Hans Broder aus Stralsund. Mosestatue trägt den Kanzelkorb mit den vier Evangelien. Östlich anschließend Beichtstuhl von 1722 ebenfalls von Hans Broder. Gestühl, Taufständer und Westempore mit Orgel von F.A. Mehmel aus Stralsund aus dem 19. Jh. Friedhof sehenswert, Feldsteinpackmauer, 84 Grabstelen des 19. Jh., 12 gußeiserne Grabkreuze.
 
 
 

St. Georgskirche Wiek

 
 
St.Georgskirche Wiek
Kontakt:
Pfarramt Altenkirchen
Tel.: 038391-366
Fax: 038391-439952
E-mail:
altenkirchen@pek.de
Internet:
www.kirche-altenkirchen-ruegen.de


Öffnungszeiten:
keine feste Öffnungszeiten
 
Eintritt:
frei
 
Das Bauwerk:
Vorgängerbau 1318 erwähnt. Heutige spätgotische Kirche in mehreren Abschnitten seit der Zeit um 1400 entstanden. Backsteinbau auf sorgfältig behauenen großen Findlingen im Fundament und in den unteren Schichten. Zwei Chorjoche und Sakristei erster Bauabschnitt, kreuzgratgewölbte vier dreischiffige Langhausjoche und Vorhalle wenig später angefügt. Giebel im Westen und Osten mit Blenden geschmückt. Weißer Anstrich im Inneren. An verschiedenen Stellen spätmittelalterliche Wandmalereien(rotes Rankenwerk auf weißem Grund) und Weihekreuze um 1500 im Gewölbe freigelegt. Alle Fenster sind spitzbogig. Pultdach. 1787 Anbau einer Gruft (heute als Leichenhalle genutzt), frei stehender Glockenstuhl um 1600. 1826 durchgreifende Instandsetzung. Einrichtung einer Winterkirche im Norden 1928. Älteste Ausstattungsstück: Kalksteinfünte von 1250 (wahrscheinlich aus Vorgängerbau). Sehenswert: seltenes spätmittelalterliches Reiterstandbild eines aufrecht im Sattel sitzenden St. Georgs mit offenem Visier und bis auf die Schulter herabfallendem Haar vom Anfang des 15. Jh. (Geschenk einer Pommernherzogin zur Kirchenweihe), Lettnerbalken mit Kruzifix der Triumphkreuzgruppe von 1300 und Figuren von Maria (um 1500) und Johannes aus der 2. Hälfte des 15.Jh. (vermutlich 1826 zusammengestellt). Weitere Ausstattung: Grabplatten, Figuren einer anderen Triumphkreuzgruppe um 1500, barocker hölzerner Taufständer um 1730, Altaraufsatz von 1747 von Michael Müller aus Stralsund, zwei Beichtstühle, barocke Epitraphien, Bilder aus dem 17. und 18. Jh., Kanzel von 1826.
 
 
 

Kirche Groß Zicker

 
 
Kirche Groß Zicker
Kontakt: 
Evangelisches Pfarramt
Boddenstrasse 21
18586 Gager / Groß Zicker
Tel. 038308 8248
Fax 038308 30233
E-mail:
grosszicker@pek.de
Internet:
www.kirche-auf-moenchgut.de
 
In der Zeit um 1360 wurde die Backsteinkirche mit flachgedecktem Schiff und kreuzrippengewölbtem Chor errichtet. 1835 baute man den Fachwerkdachturm neu auf. Zu einigen der erhaltenen mittelalterlichen Ausstattungsstücke gehören das Altarkruzifix, eine Bronzeglocke und der Sakramentsschrein. Dieser wurde aus einem einzigen Eichenstamm gehauen. Weiterhin erwähnenswert ist die Barockkanzel, die 1653 geschaffen wurde.
 
 
 

Kirche Landow

 
 
Kirche Landow
Bild: Detlef Witt
Kontakt:
Freundeskreis Kirche zu Landow e.V.
Landow 2
18573 Dreschvitz
Tel./Fax 038306 23880
E-mail:
info@kirchelandow.de
Internet:
www.kirchelandow.de

oder
Pfarramt Gingst
Tel. 038305 328
Fax 038305 53794
E-mail:
gingst@pek.de

Öffnungszeiten:
Ostern bis Oktober:
täglich 9.00 - 19.00 Uhr

Juni - August: " Landower Musiksommer"
 
Die Backsteinkirche mit dem Fachwerkturm von 1733 stammt aus dem 15. Jh. Durch fehlende Bauunterhaltung zu DDR-Zeiten mussten die barocke Holzdecke demontiert sowie das sehenswerte Beicht- und Patronatsgestühl ausgebaut und gesichert werden. Zu besichtigen ist noch der Altar von 1724. Durch den offenen Dachstuhl verfügt die Kirche über eine besondere Akustik und wird im Sommer für Konzerte und monatliche Gottesdienste genutzt.

Außergewöhnlich: Nutzung als „Kultur- und Wegekirche“; das um 1500 geschaffene wertvolle Triumphkreuz ist heute im Gemeindezentrum Stralsund-Knieperwest zu besichtigen.
 
 
 

St. Andreaskirche in Lancken Granitz

 
 
St.Andreaskirche Lancken Granitz
Kontakt:
Pfarramt Groß Zicker
Tel. 038308 8248
Fax 038308 30233
E-mail:
grosszicker@pek.de
 
Die auf einem Hügel stehende gotische Backsteinkirche stammt aus dem 15. Jh. Ihr ältestes Ausstattungsstück ist ein an einem Triumphbogenpfeiler befindliches hölzernes Kruzifix. Die achtseitige Kanzel mit dem sternförmigen Schalldeckel wurde 1598 errichtet. Der aus dem Barock stammende Taufengel wurde vor kurzem restauriert. Der Altaraufsatz (Anfang des 19. Jh.) enthält eine Kopie des Madonnengemäldes nach Correggio. 2001 wurde die 1909 in Stettin angefertigte Orgel restauriert.

 
 
 

St. Andreaskirche in Rappin

 
 
St.Andreaskirche Rappin
Kontakt:
Pfarramt Neuenkirchen
Tel. 038309 8231
E-mail:
schaprode-gempaed@pek.de

Öffnungszeiten:
Eine Besichtigung der Kirche ist nach vorheriger Absprache möglich.
 
In dem erstmals 1305 erwähnten, in der Nähe des Jasmunder Boddens liegenden Dorf Rappin wurde um 1300 mit dem Bau der Backsteinkirche begonnen. In der folgenden Zeit wurden das kreuzrippengewölbte Langhaus mit Vorhalle und die Sakristei hinzugefügt. Erst 1635 entstand der hölzerne Glockenturm. Aus der zweiten Hälfte des 13. Jh. stammt eine mit Rundbogenfeldern und Gesichtsmasken verzierte Kalksteinfünte, das älteste Ausstattungsstück der Kirche. Wappenschilde und Grabplatten des 18. Jh. zeugen von den vielen Adelsgeschlechtern der nahen Rittergüter.

 
 
 

St. Jacobikirche Gingst

 
 
St. Jakobikirche Gingst
Kontakt:
Ev. Pfarramt
Kirchplatz 1
18569 Gingst
Tel. 038305 328
Fax 038305 53794
E-mail:
gingst@pek.de

Öffnungszeiten:
März - Oktober
Mo - Fr: 8.30 -16.00 Uhr
 
Der aus dem 14. Jh. stammende Backsteinbau hat in seiner Geschichte durch Feuer und Einsturz Schaden genommen. So schuf man 1726 nach einem schweren Brand eine Stuckdecke und nach und nach wurde das Kircheninnere im barocken Stil erneuert. Die von dem Stralsunder Christian Kindt um 1790 geschaffene Orgel ist besonders sehenswert. Weitere Ausstattungsstücke sind eine Taufe mit hölzernem Deckel (1736), eine kunstvolle Kanzel (1743), sowie der 1776 gefertigte Hauptaltar.

Außergewöhnlich: Eine mittelalterliche Mordwange diente im 18. Jahrhundert als Grabplatte.
 
 
 

St. Katharinenkirche Middelhagen

 
 
St. Katharinnienkirche Middelhagen
Kontakt:
Pfarramt Groß Zicker
Tel. 038308 8248
Fax 038308 30233
E-mail:
grosszicker@pek.de
Internet:
www.kirche-auf-moenchgut.de

Öffnungszeiten:
April - Mai
Mo - Sa: 10:00 - 17:00 Uhr
So: 13:00 - 17:00 Uhr
Juni
Mo - Sa: 10:00 - 18:00 Uhr
So: 13:00 - 18:00 Uhr
Juli - August
Mo - Sa 10:00 - 19:00 Uhr
So: 13:00 - 19:00 Uhr
September:
Mo - Sa: 10:00 - 18:00 Uhr
So: 13:00 - 18:00 Uhr
Oktober:
Mo - Sa: 10:00 - 17:00 Uhr
So: 13:00 - 17:00 Uhr

Konzerte:
Im Juli und August finden jeden Freitag Konzerte in der Kirche statt.
 
Der Backsteinbau, dessen Fundament aus Findlingsblöcken besteht, wurde um 1455 errichtet. Erst später entstand der hölzerne Turm, denn nach den strengen Regeln der Zisterziensermönche wurden viele Kirchen turmlos gebaut. Aus der mittelalterlichen Zeit blieb der um 1480 geschaffene Katharinenaltar erhalten, der vermutlich erst nach dem Dreißigjährigen Krieg von Stralsund nach Middelhagen kam. Ein weiteres sehr wertvolles Stück stellt ein aus Silber getriebener und vergoldeter Kelch aus dem Jahre 1597 dar.

Außergewöhnlich: Votivschiff; Taufstein
 
 
 

St. Katharinenkirche in Trent

 
 
St.Katharinenkirche Trend
Kontakt:
Pfarramt Schaprode
Tel./Fax: 038309/1363
E-mail:
schaprode@pek.de
 
Die 1318 erstmals urkundlich erwähnte Backsteinkirche besitzt die Besonderheit, dass der um 1400 entstandene kreuzrippengewölbte Chor längs zur Mittelachse steht. Das heutige Langhaus wurde Ende des 15. Jh. als gotische Halle erbaut. Mauerschlitze des dreistöckigen Westturms weisen auf den Verteidigungszweck zu Kriegszeiten hin. Die geschweifte Haube erhielt der Turm erst 1602. Aus der Werkstatt des damals berühmten Stralsunder Meisters Michael Müller stammen der kunstvoll geschnitzte Barockaltar von 1752, der evangelische Beichtstuhl von 1754 sowie der Taufständer. Zahlreiche Epitaphien und Grabplatten verweisen auf die Patronatsfamilie von Platen, deren Stammsitz in Granskevitz liegt.

Außergewöhnlich: Tauffünte aus Granit (um 1300), seit 2006 Innenrestaurierung und Nutzung als „Wegekirche“
 
 
 

St. Laurentiuskirche Zudar

 
 
St.Laurentiuskirche zudar
Kontakt:
Pfarramt Garz
Tel./Fax 038304 257
E-mail:
garz@pek.de
 
Die gotische Backsteinkirche von Zudar entstand ab Mitte des 13. Jh. und war einst ein beliebtes Wallfahrtsziel. Dies änderte sich im Jahre 1372, als ein Schiff auf dem Weg zur Kirche verunglückte und alle Menschen ums Leben kamen. Der Altaraufsatz aus der Stralsunder Werkstatt des Hans Broder von 1707 ist aus unterschiedlichen architektur-gerahmten Gemälden zusammengesetzt. Dessen Hauptbild ist aus dem Jahre 1726. Die Kanzel aus dem Jahre 1765 ist ein spätbarockes Ausstattungsstück.
 
 
 

St. Maria Magdalena in Neuenkirchen

 
 
St. Maria Magdalena Neuenkirchen
Kontakt:
Ev. Pfarramt
Dorfstraße 20
18569 Neuenkirchen
Tel. 038309 8231
E-mail:
schaprode-gempaed@pek.de

Öffnungszeiten:
Eine Besichtigung der Kirche ist nach vorheriger Absprache möglich.
 
Die Kirche des 1318 erstmals erwähnten „Nygenkerke“ ist wahrscheinlich zwischen 1380 und 1450 entstanden. Nachdem der Dachturm im 17. Jh. zerstört wurde, wurde er 1900 durch ein Glockenhaus am Westgiebel ersetzt. Unter einigen Kalkschichten kamen bei Renovierungsarbeiten fremdartige, wohl auf dänischen Ursprung zurückzuführende Malereien zum Vorschein. Die St. Marienkirche Bergen stiftete 1775 die aus dem Jahre 1567 stammende Renaissancekanzel an die Kirche in Neuenkirchen.

Außergewöhnlich: älteste Glocke Rügens (1367)
 
 
 

St. Petrikirche Garz

 
 
St. Petrikirche Garz
Kontakt:
Ev. Pfarramt
Pfarrer Bernhard Giesecke
Wendorfer Straße 17
18574 Garz/Rügen
Tel./Fax 038304 257
E-mail:
garz@pek.de
Internet:
www.kirchengemeinde-garz.homepage.t-online.de
 
Mit der Errichtung des eindrucksvollen Gotteshauses wurde bereits im 14. Jh. begonnen, dauerte jedoch bis ins 16. Jh. Auffällig am Äußeren des Backsteinbaus ist der quadratische Westturm. Ein reich verzierter Taufstein aus dem 13. Jh. stellt das älteste Ausstattungsstück dar. Der größte Teil des übrigen Inventars stammt aus dem 18. Jh., wie der schwebende Taufengel oder die Kanzel. Elias Kessler schuf 1724 den Altaraufsatz.

Außergewöhnlich: Ein Patronatsstuhl erinnert an den am 26.12.1769 in Groß Schoritz geborenen Ernst-Moritz Arndt. Auf dem Friedhof befinden sich bis zu 200 Jahre alte Grabmäler.
 
 
 

St. Margarethenkirche in Patzig

 
 
St. Margarethenkirche Patzig
Kontakt:
Pfarramt Schaprode
Tel./Fax: 038309/1363
E-mail:
schaprode@pek.de
 
Schon 1381 wurde am Standort der heutigen Kirche ein Vorgängerbau errichtet, von dem allerdings nichts mehr erhalten ist. Die jetzige Kirche ist eine gotische Saalkirche, an die später ein breiter, kreuzrippengewölbter Gemeinderaum angebaut wurde. Die um 1250 entstandene Granitfünte ist wohl ein Relikt des Vorgängerbaus und der vermutlich älteste Taufstein Rügens. Die Grabplatte für Peter von Patzig (†1339) zeigt die Ritzzeichnung des Geistlichen mit Kelch und Oblate. Im 17. Jh. entstanden die Kanzel und die Orgelempore. Patronatslogen und Grabplatten verdeutlichen die engen Beziehungen zu den Gütern adliger Familien des Kirchspiels Patzig.

Außergewöhnlich: spätgotischer Flügelaltar mit Darstellung der Margarethenlegende (um 1450)