Seite drucken
 

Die Europäische Route der Backsteingotik wurde im Rahmen der denkmal2010 in Leipzig ausgezeichnet mit einer Goldmedaille für "herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa".
 
Goldmedaille
 
 
 

Die Europäische Route der Backsteingotik erhielt im Herbst 2012 einen "Sonderpreis" der Jury des europa nostra-Komitees. Damit würdigte die Organisation, die unter anderem den Erhalt des kulturellen Erbes in Europa zum Ziel hat, die besondere Arbeit des Vereins. 
 
special mention europa nostra
 
 

Deutschland

EuRoB-Karte Stendal
 

Hansestadt Stendal

Hansestadt Stendal
 
 
 

Die Hansestadt Stendal - l(i)ebenswerte Altmarkstadt

 
Im Norden Sachsen-Anhalts, in der beginnenden norddeutschen Tiefebene, liegt die Hansestadt Stendal, das „Herz der Altmark“, die größte Stadt dieser Region. Sie ist die Stadt der Hanse, der Backsteingotik und die Geburtsstadt Johann Joachim Winckelmanns, wurde im Jahre 1022 das erste Mal erwähnt, bekam 1165 Stadtrecht und hat jetzt mit seinen 18 Ortsteilen ca. 43.000 Einwohner.

Im 15. Jahrhundert entwickelte sich Stendal zu einer blühenden Hansestadt. In dieser Zeit entstanden auch die charakteristischen Backsteinbauten, zu denen nicht nur die Kirchen, sondern auch das Musikforum Katharinenkirche, das Rathaus und das Tangermünder und Uenglinger Tor gehören. Letztgenanntes ist das architektonisch wohl reizvollste Stadttor der norddeutschen Backsteingotik nach dem Lübecker Holstentor.

Stendals gut erhaltene und sanierte mittelalterliche Innenstadt mit ihren reichen Kunst- und Kulturschätzen, darunter fünf große backsteingotische Hallen- bzw. Ratskirchen (Dom St. Nikolaus, die Kirchen St. Marien, St. Jacobi, St. Petri und St. Annen) und die sehenswerten backsteingotischen Tortürme, ist kunsthistorisch außerordentlich interessant und lädt nicht nur Gäste zum Verweilen ein.

Die älteste erhaltene und großflächige Holzschnitzwand mit religiösen und profanen Darstellungen im Rathaus, der drittgrößte Roland Deutschlands am Markt und die gepflegten alten Wallanlagen suchen ihresgleichen in unserer Region. Außer dem Winckelmann- und Altmärkischen Museum gibt es das Feuerwehrmuseum, den Sitz der Hans und Eugenia Jütting-Stiftung und das Musikforum Katharinenkirche, die Hochschule Magdeburg-Stendal und das Theater der Altmark/Landestheater Nord, alle allgemeinbildenden Schulformen, die städtische Volkshochschule und ebensolche Musik- und Kunstschule, diverse Kinder- und Jugendeinrichtungen, das Sport- und Freizeitbad "AltOa" und einen Kino-Standort. Städtepartnerschaften zu Grenoble (Frankreich), Pulawy (Polen), Svitavy (Tschechien) und der Alten Hansestadt Lemgo (Nordrhein-Westfalen) werden in Stendal seit Jahrzehnten gepflegt.

Kontakt

 
Tourismus-Büro der Hansestadt Stendal
Markt 1
39576 Stendal

Tel. 03931 651190
Fax 03931 651195
touristinfo@stendal.de

www.stendal.de
 

Herausragend

 
Uenglinger Tor

Das um 1450/1460 vermutlich unter Baumeister Steffen Boxtehude entstandene Uenglinger Tor gilt als eines der schönsten spätmittelalterlichen Stadttore Norddeutschlands.
 
 

Backsteingotik erleben

 
Um 1160/65 gründete der erste Markgraf von Brandenburg, Albrecht der Bär, hier einen Markt, den er bald darauf mit dem berühmten Magdeburger Recht ausstattete. Die Stadt, durch ihre Verkehrslage begünstigt, entwickelte sich schnell zu einer bekannten Kaufmannsstadt, die bereits im 12. Jahrhundert erste Beziehungen zu Lübeck hatte, der späteren Königin der Hanse.

Mit Markt- und Stadtrechte ausgestattet, entwickelte sich Stendal im 15. Jahrhundert zu einer blühenden Hansestadt. In dieser Zeit entstanden die charakteristischen backsteingotischen Bauten: Dom St. Nikolaus, Kirche St. Marien, Kirche St. Jacobi, Kirche St. Petri und die Kirche St. Annen, das Musikforum Katharinenkirche sowie das Rathaus mit Roland, Tangermünder Tor und Uenglinger Tor; letzteres als eines der wohl architektonisch reizvollsten Stadttore der norddeutschen Backsteingotik.

Die zahlreich vorhandene Bausubstanz der fast 100 Hektare umfassenden Altstadt ist zugleich architektonisches Erbe und Kapital der Stadt.
 

Stadt- und Sonderführungen

 
 
Erleben Sie einen unvergesslichen Ausflug in die Geschichte der alten Mark. Das Tourismubüro der Hansestadt Stendal bietet viele interessante Stadtrundgänge durch die Altstadt, dabei werden Sie verschiedene Facetten der großen Stadt der Altmark entdecken, ausführliche Informationen dazu finden Sie hier.
 

Interessantes jenseits der Backsteingotik

 
 
Johann Joachim Winckelmann gilt als der Begründer der klassischen Archäologie und der modernen Kunstwissenschaft. Sein Stendaler Geburtshaus beherbergt seit 1955 das einzige ihm gewidmete Museum. Erstausgaben und frühe Drucke seiner Werke, Porträts von Winckelmann und seinen Zeitgenossen, Italienansichten und eine kleine Antikensammlung bilden den Kern der Dauerausstellung zu Leben und Werk des großen Gelehrten. Eine Attraktion für Jung und Alt ist das größte Trojanische Pferd der Welt im Museumsgarten.
 
 
Das Musikforum Katharinenkirche veranstaltet jährlich etwa 50 Konzerte, Ausstellungen und andere Veranstaltungen. Darüber hinaus werden in den Konzerten der "Hans und Eugenia Jütting-Stiftung" junge, hochbegabte Nachwuchskünstler vorgestellt.
 
 
Ein Stück Natur in der Stadt idyllisch gelegen am Stadtsee. Der Tiergarten wurde 1952 als Heimattiergarten angelegt und beheimatet viele vom Aussterben bedrohte Tierarten wie z.B. Amurtiger, Ozelot, europ. Wildkatze und viele Affenarten. Unter anderem sorgen Spielplätze und gastronomische Betreuung für einen erlebnisreichen Tiergartenbesuch.
 
 

Wissenswertes

 
Zwischen 1358 bis 1518 gehörte Stendal nachweislich der Hanse an. Zusammen mit Brandenburg an der Havel gilt die Stadt als die älteste Münzstätte der Mark Brandenburg. Das Stendaler Silber war eine im Mittelalter bekannte und gebräuchliche Währung.
 

EuRoB-Bauwerke

 
Chorschranke in der Ratskirche St. Marien
 
Rathaus
 
 
St. Petrikirche
 
Targermünder Tor