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Die Europäische Route der Backsteingotik wurde im Rahmen der denkmal2010 in Leipzig ausgezeichnet mit einer Goldmedaille für "herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa".
 
Goldmedaille
 
 
 

Die Europäische Route der Backsteingotik erhielt im Herbst 2012 einen "Sonderpreis" der Jury des europa nostra-Komitees. Damit würdigte die Organisation, die unter anderem den Erhalt des kulturellen Erbes in Europa zum Ziel hat, die besondere Arbeit des Vereins. 
 
special mention europa nostra
 
 
Doberaner Münster

Förderer der Europäischen Route der Backsteingotik

 
 
Land Mecklenburg-Vorpommern
 
Neben den vielfältigen Naturerlebnissen, die sich dem Besucher Mecklenburg-Vorpommerns bieten, gehört das Kulturerbe Backsteingotik, in vielfältigster Weise die Jahrhunderte zurückliegende Hansezeit spiegelnd, zu der Hauptattraktion der Region. Das Land unterstützt explizit die internationale Zusammenarbeit rund um die Backsteingotik und hat es sich auf die Fahnen geschrieben, dieses so wertvolle Kulturgut langfristig zu erhalten und zu fördern.
 
 

 
 
Arbeitsgemeinschaft norddeutscher Backsteinbasiliken
St. Nikolai Stralsund - Mitglied der norddeutschen Backsteinbasiliken
 
Vertreter der bedeutendsten norddeutschen Backsteinbasiliken gründeten nach der politischen Wende eine Arbeitsgemeinschaft. Um die Kathedralbauten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, arbeiten Mitarbeiter aus St. Marien Lübeck, St. Nicolai in Lüneburg, St. Nikolai und St. Georgen in Wismar, dem Doberaner Münster, St. Marien Rostock, St. Nicolai und St. Marien in Stralsund, St. Petri in Wolgast und dem Dom St. Nikolai in Greifswald eng zusammen.

Die meisten dieser Prachtbauten finden sich auch in der Europäischen Route der Backsteingotik wieder.
 
 

 
 
 
Der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Jahr 2002 das Projekt zur Europäischen Route der Backsteingotik ins Leben gerufen. Von der Gründung des Vereins »Europäische Route der Backsteingotik e.V.« im Herbst 2007 bis Ende 2012 arbeitete der Deutsche Verband eng mit dem Verein zusammen. Er trägt im politischen Raum zur Sensibilisierung der Themen Baukultur, Tourismus als Wirtschaftsfaktor und Strukturförderung abseits der Metropolen bei.
 
 

 
 
TORHAUS Bad Doberaner Klosterladen
St. Nikolai Stralsund - Mitglied der norddeutschen Backsteinbasiliken
 
Das Klostergelände mit dem berühmten Doberaner Münster, dem Beinhaus, Kornhaus sowie Wirtschaftsgebäude ist von einer noch vollständig erhaltenen Klostermauer eingeschlossen. In ihrem Westteil ist zudem das Torhaus selbst ehalten geblieben und mittlerweile liebevoll restauriert. Hier findet sich heute der Bad Doberaner Klosterladen, dessen bauliche Hülle gleichermaßen interessant ist wie die angebotenen Produkte.
 
 

 
 
Schloss Güstrow 
Renaissance-Schloss Güstrow
 
Mechelner Christkind (um 1500)
 
Am Rande der Güstrower Altstadt überrascht eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser Nordeuropas mit seinem unerwartet südländischen Charme. Herzog Ulrich von Mecklenburg ließ sich hier als Ersatz einer mittelalterlichen Burg ab 1558 eine herrschaftliche Residenz errichten.

Für den Neubau von Süd- und Westflügel verpflichtete er den zuvor in Schlesien wirkenden Lombarden Franz Parr als Baumeister. Ihm gelang eine für die Zeit und Region einzigartige Synthese italienischer, französischer und deutscher Baugedanken. Sie spiegelt zugleich Weltläufigkeit und politischen Führungsanspruch des Bauherren. Wohl aus Kostengründen gedieh der Südflügel nur bis zum imposanten Wendelstein, die schlichteren Nord- und Ostpartien wurden bis 1598 von dem Niederländer Philipp Brandin und seinem Schüler Claus Midow ausgeführt. Aus der Erbauungszeit haben sich prächtige Stuckdecken erhalten, die zu den bemerkenswertesten Deutschlands zählen. Besonders üppig präsentiert sich die kuriose Festsaaldecke mit vorwiegend exotischen Jagdszenen nach niederländischen Kupferstichen. Herzog Johann Albrecht II. ließ sie 1620 durch den Stukkateur Daniel Anckermann anbringen.

Die Gewölbe im Untergeschoss beherbergen eine der bedeutendsten musealen Mittelaltersammlungen Norddeutschlands. Sie besticht durch einzelne hervorragende Kunstwerke und ihre regionale Geschlossenheit und umfasst Ausstattungsstücke aus Kirchen des einstigen Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin: Altäre, Skulpturen, Glasfenster, Mobiliar, Altargerät und liturgische Textilien. Einmalig in Deutschland sind Umfang und Vielfalt der Kleinbildwerke des Zisterzienser-Nonnenklosters zum Heiligen Kreuz in Rostock, die bis zur Aufhebung des Damenstifts 1920 von den evangelischen Konventualinnen gehütet wurden.

Wichtig für die deutsche Kunstgeschichte sind neben vier Hauptwerken der Rostocker Bildschnitzkunst um 1430 zwei Altäre: der 1411 entstandene Tempziner Altar und der ursprünglich für die Lübecker Jakobikirche geschaffene Neustädter Altar von 1435. 2009 wurden Schrein und Flügel dieses großen Schnitzaltars wieder zusammengefügt. Die von einem Schüler des Conrad von Soest gemalten Flügelrückseiten zählen zu den Hauptwerken des Weichen Stils in Norddeutschland.

 
 
 

Kooperationspartner

 
 
Logo des Vereins Klosterland
 
KLOSTERLAND e.V. ist die Dachmarke aktiver und ehemaliger Klöster, die vorallem in Brandeburg und Westpolen liegen. KLOSTERLAND fördert Angebote im Bereich Kunst und Kultur. Im Mittelpunkt steht die Erstellung von Informationsmaterialien und die Veranstaltung von Workshops, Seminaren und Kulturevents. In den kommenden Jahren wird der Verein hochwertige Klostermärkte installiert und die traditionellen Klostergärten wiederbeleben. Zudem sollen die Mitgliedsklöster an bestehende Pilger- und Wanderwege angeschlossen werden.

Die Europäische Route der Backsteingotik e.V. und KLOSTERLAND e.V. kooperieren seit Sommer 2014. Beide Vereine unterstützen sich im Bereich Marketing/Öffentlichkeitsarbeit und planen gemeinsame Angebote.