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Die Europäische Route der Backsteingotik wurde im Rahmen der denkmal2010 in Leipzig ausgezeichnet mit einer Goldmedaille für "herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa".
 
Goldmedaille
 
 
 

Die Europäische Route der Backsteingotik erhielt im Herbst 2012 einen "Sonderpreis" der Jury des europa nostra-Komitees. Damit würdigte die Organisation, die unter anderem den Erhalt des kulturellen Erbes in Europa zum Ziel hat, die besondere Arbeit des Vereins. 
 
special mention europa nostra
 
 

Deutschland

EuRoB-Karte Stralsund
 

Hansestadt Stralsund

 
 
 

Rathaus

 
 
Rathaus
Kontakt:
Alter Markt, 18439 Stralsund
Tel: 03831 – 252 - 110
www.stralsund.de
 
Das Bauwerk:
Das Rathaus bildet mit St. Nikolai eines der städtebaulich eindrucksvollsten Ensembles Norddeutschlands. Zwischen 1271 bis 1280 wird das Rathaus erstmals in den Stadtbüchern erwähnt. Die Eintragungen beziehen sich überwiegend auf die Vermietung des Kellers. 1350 ist der Bau weitgehend abgeschlossen. Der Keller ist einer der größten gewölbten Kelleranlagen im Hanseraum. Im Erdgeschoss waren 40 von außen begehbare Kaufläden. Mitte des 15. Jahrhunderts wurden die Gewölbe eingezogen und die Nutzung verändert. Auf der Nordseite befindet sich der Ratssaal, heute als Löwenscher Saal bezeichnet, in dem 1370 der bedeutende Stralsunder Frieden geschlossen wurde. Die Obergeschosse dienten als Lager, die Böden der Satteldächer als Speicher. Sieben Jahrhunderte haben Spuren hinterlassen, von denen der Einbau der Galerie um 1720, das Barockportal an der Ossenreyerstaße von 1743 prägend sind. Die prächtige Schaufront wurde nach barockem Verputz 1881/82 bei der umfassenden Restaurierung von Stadtbaumeister Ernst von Haselberg im gotischen Stil wieder hergestellt. Stadtwappen deutscher Hansestädte erinnern an die bedeutende Zeit der Hanse. Seit den 1980er Jahren laufen kontinuierlich Sanierung und Restaurationsarbeiten.
 
 
 

Kirche St. Nikolai

 
 
St. Nikolai
Kontakt:
Alter Markt, 18439 Stralsund
Tel: 03831 – 29 71 99
Fax: 03831 – 29 76 91
www.nikolai-stralsund.de

Öffnungszeiten:
November-März
Mo.-Sa. 10-16
So. 13-16

April und Oktober
Mo.-Sa. 10-18
So. 13-17

Mai und September
Mo.-Sa. 9-18
So. 13-17

Juni-August
Mo.-Sa. 9-19
So. 13-17

Führungen:
Deutsch, Englisch

Eintritt:
Von Erwachsenen wird für einen touristischen Besuch ein Erhaltungsbeitrag von 2,00 € erhoben.
 
Das Bauwerk:
St. Nikolai kann als die älteste der drei mittelalterlichen Pfarrkirchen Stralsunds betrachtet werden. Als dreischiffige Basilika mit Chorumgang erbaut, besitzt sie eine Gesamtlänge von 87 m. Der Bau wird erstmals im Jahr 1276 im Stadtbuch erwähnt. Der mächtige Doppelturm entstand jedoch erst im 14. Jahrhundert. Die Helme, die einst die Türme zierten, fielen 1662 einem verheerenden Brand zum Opfer. Während heute noch eine Barockhaube den Südturm schmückt, behielt der Nordturm sein flaches Dach. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurden das Kupferdach und Teile des Mauerwerks ersetzt. Seit 1980 laufen Restaurierungsarbeiten am gesamten Bauwerk, um den ursprünglichen mittelalterlichen Zustand wieder herzustellen. Das Kircheninnere fasziniert durch seine reiche und farbenprächtige Ausstattung aus den verschiedensten Jahrhunderten. Von einst 56 Altären sind einige noch immer erhalten u.a. der gotische Hochaltar, der barocke Trennaltar und die Kanzel aus dem Jahr 1611. Der Altar der Bergenfahrer, das Ahusische Gestühl und das der Nowgorodfahrer legen Zeugnis vom schwunghaften Seeschiffhandel zu Zeiten der Hanse ab.
 
 
 

Kirche St. Marien

 
 
Kirche St. Marien
Kontakt:
Neuer Markt, 18439 Stralsund 
Tel: 03831 – 29 35 29
Fax: 03831 – 29 89 66
www.st.-mariengemeinde-stralsund.de

Öffnungszeiten:
Mo - Sa: 10 - 17
So: 11.30 - 17

Führungen:
Deutsch, Englisch

Eintritt:
Der Besuch der Kirche ist kostenlos.    
Turmbesteigung: Erwachsene: 4,00 €; ermäßigt: 2,00 €
 
Das Bauwerk:
Die Marienkirche wurde erstmalig 1298 erwähnt. In der heutigen Form wurde sie im Zeitraum 1384 - 1478 erbaut. Das imposante Westwerk, es wurde ab 1416 errichtet, ist ohne Parallele in der zeitgenössischen Architektur. Die Turmhöhe betrug bis zum Brand 1647 insgesamt 151 m. Der jetzige 104 m hohe barocke Turmhelm stammt aus dem Jahre 1708. Die Marienkirche ist die jüngste gotische Backsteinbasilika im nordischen Raum. Sie besitzt einen polygonalen Chorumgang mit Kapellenkranz. Ungewöhnlich ist das dreischiffige Querhaus. Der Innenraum beeindruckt durch seine Größe. Er ist 96 m lang, 41 m breit und im Mittelschiff 32,95 m hoch. Die Marienkirche ist damit - nach der Marienkirche zu Danzig - als die größte Backsteinkirche im Hanseraum zu betrachten. Von der ursprünglichen Ausstattung konnte nur wenig erhalten werden. Kostbarster Besitz der Kirche ist die Barockorgel, geschaffen 1659 vom Lübecker Orgelbaumeister Friedrich Stellwagen. Von der Aussichtsplattform des Kirchturms, zu erreichen über 366 Stufen, genießt der Besucher bei gutem Wetter einen einzigartigen Blick auf die Stadt, die Inseln Rügen und Hiddensee bis hin zur Ostsee.
 
 
 

Kirche St. Jakobi

 
 
Kirche St. Jakobi
Kontakt:
Jacobiturmstraße, 18439 Stralsund
Tel: 03831 – 29 04 02 Fax:03831 – 29 83 44 
www.stralsundtourismus.de

Öffnungszeiten:
Mai - Oktober:
täglich 11.00 - 17.00
(außer bei Veranstaltungen)
sonst nach Absprache
 
Das Bauwerk:
Als letzte der drei großen Pfarrkirchen wurde die 1303 erstmals erwähnte Jakobikirche Mitte des 14. Jahrhunderts auf der ehemaligen Trennlinie zwischen der Stralsunder Alt- und Neustadt errichtet. Ein neuer Turm, der vor die ursprüngliche Turmanlage gesetzt wurde, führte zu einer Vergrößerung des Innenraums. Der chorlose Bau erhielt durch die mit glasierten Formsteinen gestaltete Ornamentik an der Westfassade und am Turm sein besonderes Gepräge. Durch Blitzschlag 1662 und Kriegseinflüsse, zuletzt 1944 , wurde die Jakobikirche unter den großen Kirchen Stralsunds am stärksten beschädigt. Die barocke Turmhaube entstand im Jahre 1678. Von der Innenausstattung sind der Barockaltar, die Lucht- Kanzel, Teile der Orgel und andere Kunstgegenstände erhalten geblieben. 1955 wurde im Emporenbereich des Turmes der Gustav-Adolf-Saal eingebaut. Mit Hilfe von Fördermitteln des Bundes und des Landes sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird die Jakobikirche gegenwärtig restauriert. Sie dient heute als Stadt- und Kulturkirche für Konzerte, Ausstellungen und andere anspruchsvolle Veranstaltungen.
 
 
 

Heiliggeistkirche

 
 
Heilgeistkirche
Kontakt:
Wasserstraße, 18439 Stralsund 
Tel.: 03831 - 29 04 46 
www.stralsundtourismus.de
  
Öffnungszeiten:
Mo - Sa: 10 - 17
So: 14 - 17   
 
Das Bauwerk:
Das Heilgeist-Spital gehört neben dem Spital in Lübeck zu den besterhaltenen Spitalkomplexen an der südlichen Ostsee. Ältester Teil des Hospitals ist die Heilgeistkirche. Sie stammt aus dem Beginn des 15. Jahrhunderts. Die kleine vierjochige Hallenkirche verfügt über einen geraden Chorabschluss und ist mit einem barocken Altaraufbau aus der Zeit um 1770 ausgestattet. Neben dem Westportal, das auf die Wasserstraße führt, besitzt die Kirche ein Ostportal sowie zwei Türen auf der Ostempore, durch die man in den so genannten Kirchgang gelangt. Er wird durch zwei parallele zweigeschossige Langhäuser gebildet, die um 1645 an die Kirche angebaut wurden und der Unterbringung kranker, pflegebedürftiger und alter Menschen dienten. Der Gang wird östlich durch ein Tor abgeschlossen, das den Kirchgang vom übrigen Teil des Hospitals trennt. In den Kirchgang wurde 1680 eine Galerie eingebaut, die das Vorbild für den Säulengang des Rathauses lieferte. Die Heilgeistkirche war vor 1945 Garnisonskirche und wird heute als Gotteshaus für die Heilgeist-Jakobigemeinde genutzt. Der restaurierte Kirchgang wurde mit Wohnungen ausgestattet.
 
 
 

Kloster St. Johannis

 
 
Kloster St. Johannis
Kontakt:
Schillstr. 27, 18439 Stralsund 
Tel.: 03831 - 29 42 65 
www.stralsundtourismus.de 

Öffnungszeiten:
Mai - Oktober: 10 - 18, außer Mo und Di
 
Eintritt:
Erwachsene: 2,10 €
Ermäßigt: 0,50 €
Gruppen ab 16
Personen:27,00 €   
 
Das Bauwerk:
Im Jahr 1254 wurde dem Franziskanerorden die Gründung des Klosters St. Johannis  im Norden der Altstadt an der Stadtmauer gestattet. Es ist ein großer, um zwei Höfe gruppierter Baukomplex aus dem 13. bis 14. Jahrhundert. Von der Klosterkirche, einer ursprünglich dreischiffigen Backstein- Hallenkirche, sind heute nur noch Reste erhalten. Im Jahr 1624 vernichtete ein Großbrand das Langhaus der Kirche, das anschließend nicht wieder aufgebaut wurde. Stattdessen legte man um die Mitte des 17. Jahrhunderts in den Umfassungswänden eine Art Wandelgang an und richtete den erhalten gebliebenen Chor als Kirche ein. Nach dem Luftangriff 1944 machte sich eine umfassende Restaurierung erforderlich. Das Kirchenschiff  wurde dabei zum begrünten Hof umgestaltet, der Chorbereich in seinen Umfassungsmauern restauriert. Ein kulturgeschichtlich interessantes Denkmal entstand mit dem „Räucherboden“ nach dem großen Brand von 1624 im Obergeschoss. Dieser ist in seiner ganzen Länge zu beiden Seiten des Mittelgangs mit winzigen Wohnungen ausgebaut, deren Rauchabzüge  im offenen Dachstuhl enden. Die Klosteranlage besitzt wertvolle Gewölbe- und Wandmalereien, so im Kapitelsaal und im nördlichen Saal des Westflügels. Neben der Nutzung als Stadtarchiv bietet das Johanniskloster mit Rosengarten, Kreuzgang, Barockbibliothek interessierten Besuchern ein herausragendes Kulturerlebnis.
 
 
 

Kloster St. Katharinen

 
 
Kloster St. Katharinen
Kontakt:
Meeresmuseum:
Ecke Mönchstraße/Bielkenhagen
18439 Stralsund
Tel. 03831 2650210    
www.meeresmuseum.de

Kulturhistorisches Museum:
Mönchstr. 25 -27
18439 Stralsund                      
Tel. 03831 28790     
www.stralsundtourismus.de    
  
Öffnungszeiten:
Meeresmuseum
November-April
Täglich 10-17 Uhr
Mai-Oktober
Täglich 10-18 Uhr
24.12. geschlossen
31.12. + 01.01. 10-15 Uhr

Kulturhistorisches Museum
Täglich 10-17 Uhr
1.11.-31.1. montags geschlossen
24.12. + 31.12. geschlossen
                        
Führungen:
Deutsch, Englisch

Eintritt:
Meeresmuseum
Erw. 7,50 EUR
Erm. 5,00 EUR

Kulturhistorisches Museum:
Erw. 5,00 EUR
Erm. 2,50 EUR
 
Das Bauwerk:
Das Katharinenkloster wurde im Jahre 1251 von Dominikanern gegründet. Stifter des Klosters war Fürst Jaromar II. von Rügen. Die fast vollständig erhaltene Anlage gehört zu den größten ihrer Art in Norddeutschland. Nach der Reformation wurde das Kloster säkularisiert und diente u. a.  als  Waisenhaus und Gymnasium. Nach umfangreichen Restaurationsarbeiten in den Jahren 1921 bis 1924 wurde es Heimstatt des Provinzialmuseums für Neuvorpommern und Rügen. Der Remter gehört zu den eindrucksvollsten  gotischen Innenräumen im Norden Deutschlands. Wegen seiner architektonischen Schönheit und der hervorragenden Akustik bietet er beste Bedingungen für Konzerte. Die Klosterkirche wurde bereits unmittelbar nach der Reformation zum Arsenal, später Zeughaus umgebaut und bis 1973 zu unterschiedlichen Zwecken genutzt. 1973 erhielt sie ihren ursprünglichen Zustand zurück. Es wurde jedoch eine freitragende Konstruktion in  die Hallenkirche eingebaut, die dem Deutschen Meeresmuseum eine intensive Nutzung als Ausstellungsfläche gestattet. Mit seinen mehr als 50 Räumen beherbergt das Katharinenkloster heute das Kulturhistorische Museum und das Deutsche Meeresmuseum und Aquarium.
 
 
 

Wulflamhaus

 
 
Wulflamhaus
Kontakt:
Wulflamstuben: Alter Markt 5
18439 Stralsund
Tel.: 03831 - 29 15 33 
www.stralsundtourismus.de

Öffnungszeiten:
Mo - So: 11 - 23

In der Diele kann ein detailgetreues Modell
der historischen Altstadt besichtigt werden.

Führungen:
Deutsch, Englisch
 
Das Bauwerk:
Das bekannteste unter den mittelalterlichen Giebelhäusern Stralsunds errichtete die Bürgermeisterfamilie Wulflam. Nachweislich vor 1358 erbaut, zeichnet es sich durch zweierlei aus: 1. durch das über der Diele gelegene Saalgeschoss, das äußerst selten errichtet wurde und Repräsentationszwecken diente, und 2. durch den prächtigen Pfeilergiebel. Mit seinen polygonen Pfeilern, dem Wechsel zwischen glasierten und unglasierten Backsteinen und den aufwendigen Schmuckformen weist der Giebel eine eindeutige Verwandtschaft mit der Schmuckfassade des Rathauses auf. Das ist als deutlicher Hinweis auf das Machtbewusstsein einer der führenden Ratsfamilien seiner Zeit zu verstehen. Heute beherbergt das Wulflamhaus ein Restaurant mit dem fantastischen Blick auf das Rathaus und St. Nikolai und das Welterbemanagement von Stralsund hat hier ihren Sitz.
 
 
 

Ehemalige Kramercompagnie

 
 
ehemalige Kramercompagnie
Kontakt:
Schillstr. 37
18439 Stralsund           
www.stralsundtourismus.de
 
Das Bauwerk:
Das um 1280 bis 1300 errichtete steinerne Gebäude, das mit seiner Nordseite an die Stadtmauer grenzt,  wird heute als das am besten erhaltene mittelalterliche Adelshaus in einer norddeutschen Stadt eingeschätzt. Ungeachtet späterer Überformungen aus dem 17. bis ins 19. Jahrhundert lässt sich die mittelalterliche Baugestalt noch deutlich erkennen. Seit 1493 befand sich das Haus im Besitz der Stralsunder Kramercompagnie. Der Saal der Haupthauses diente zu  Versammlungen und Feierlichkeiten.  Ab 1820 nahmen die Witwen des Krameramtes die für sie eingebauten  Wohnungen in Besitz. Derzeit laufen umfassende Sanierungsarbeiten.
 
 
 

Scheelehaus

 
 
Scheelehaus
Kontakt:
Fährstr. 23/24
18439 Stralsund                               
www.stralsundtourismus.de
 
Das Bauwerk:
Das nach dem hier geborenen Entdecker des Sauerstoffs, dem Apotheker  Carl Wilhelm Scheele, benannte Giebelhaus der Spätrenaissance, Nr. 23, wurde ursprünglich im 14. Jahrhundert als ein Dielenhaus errichtet, dann jedoch im 17. und erneut im 19. Jahrhundert umgestaltet. Die Anfang der 80er Jahre rekonstruierte Fassade entspricht in ihrer Ausführung der des 17. Jahrhunderts. Wie sein Nachbarhaus wurde auch das zweigeschossige Giebelhaus der Fährstraße 24 zu Beginn der 80er Jahre saniert, wobei der untere Bereich seine ursprüngliche Gestalt des mittelalterlichen Dielenhauses erhielt, während am Giebel die Umgestaltungen aus dem 17. und 19. Jahrhundert bewahrt wurden. Vor  das Portal stellte man 1983 zwei mittelalterliche Beischlagsteine auf. Das Scheelehaus ist heute Sitz der  Kultur - mit dem Kulturbund und dem Filmclub Blendwerk e.V. - sowie  beliebter Veranstaltungsort.
 
 
 

Kampischer Hof

 
 
Kampischer Hof
Kontakt:
Mühlenstr. 23
18439 Stralsund                 
www.stralsundtourismus.de
 
Das Bauwerk:
In seltener Vollständigkeit präsentiert sich die mittelalterliche Stadtniederlassung des Zisterzienserklosters Neuenkamp/ Franzburg. 1257 wurde das Grundstück an der Stadtmauer als Warenspeicher und Absteigequartier für Ordensmitglieder erworben. Die um einen Innenhof gruppierte Dreiflügelanlage, die durch eine Mauer von der Straße getrennt ist, stammt in ihrem Kern aus dem 13. Jahrhundert. Der Mittelflügel lehnt sich mit seiner Rückseite an die Stadtmauer, wurde in der Barockzeit verputzt und dem Zeitgeschmack entsprechend baulich angepasst. Der Nord- und der Südflügel hingegen haben, trotz einiger Veränderungen, ihre Ursprünglichkeit bewahrt. Der Kampische Hof ist noch nicht restauriert und die künftige Nutzung noch nicht entschieden.
 
 
 

Scharfrichterhaus

 
 
Scharfrichterhaus
Kontakt:
Mühlenstr. 23
18439 Stralsund                 
www.stralsundtourismus.de
 
Das Bauwerk:
Das Eckgrundstück Filterstraße/ Papenstraße war schon Ende des 13. Jahrhunderts Sitz des städtischen Fronen bzw. Scharfrichters. Die trotz späterer Umbauten in ihrer mittelalterlichen Struktur erhaltene Baugruppe besteht aus zwei Teilen: Das zweigeschossige Eckgebäude, 1289 erstmals urkundlich erwähnt, war die Wohn- und Arbeitsstätte des Scharfrichters. Bei dem nachweislich 1412 an das Wohnhaus angebauten Turmhaus mit dem blendengegliederten Nordgiebel soll es sich um ein Gefängnis handeln. Hier lebte und arbeitete bis 1842 der städtische Scharfrichter.
 
 
 

Stadtwaage

 
 
Stadtwaage
Kontakt: 
Wasserstr. 68
18439 Stralsund  
Tel.: 03831 - 29 38 32  
www.stralsundtourismus.de
 
Öffnungszeiten:
Mo- Fr 13-18 h
 
Das Bauwerk:
Das Gebäude der Stadtwaage am ehemaligen Hafenmarkt, heute ein Teil der Wasserstraße, entstand  in seinem Kern im Mittelalter. Die Aufgabe der Stadtwaage bestand in der amtlichen Kontrolle der Maße und Gewichte. Sie wurde 1279 erstmalig erwähnt. Heute stellt sie  das letzte erhaltene Beispiel seiner Art in den Ostseestädten dar. Nach mehrfachen Umbauten und schweren Kriegsschäden wurde das zweigeschossige Gebäude in den Jahren 1991 und 1992 in der ursprünglichen Form wieder hergestellt. Die Stadtwaage beherbergt die kommunale Kinderbibliothek.
 
 
 

Ehemalige Lateinschule zu St. Nikolai

 
 
ehemalige Lateinschule zu St. Nikolai
Kontakt:
Auf dem Nikolaikirchhof 1/2
18439 Stralsund  
www.stralsundtourismus.de
 
Das Bauwerk:
Gegen Mitte des 14. Jahrhunderts entstand südöstlich der St. Nikolaikirche als Teil der Kirchhofsbegrenzung der schmale, lang gestreckte, zweigeschossige Backsteinbau. Er diente als Küsterhaus, aber auch als Latein-Schule zu St. Nikolai. Es handelt sich um das bedeutendste an der Ostsee erhaltene Beispiel für diesen Typus von Schulbauten, in denen die Kaufmannssöhne Grundfähigkeiten für den Handel erwarben. Die wertvolle mittelalterliche Bausubstanz wurde bei der Instandsetzung 1994/95 behutsam restauriert. Besonders betrachtenswert ist die nördliche Schmalseite mit dem Pfeilergiebel.
 
 
 

Museumshaus

 
 
Museumshaus
Kontakt:
Auf dem Nikolaikirchhof 1/2
18439 Stralsund  
www.stralsundtourismus.de 

Öffnungszeiten:
Di-So 10-17 h

Führungen:
Deutsch, Englisch 

Eintritt:
Erwachsen: 3,00 Euro
mit Ermäßigung: 1,50 Euro
 
Das Bauwerk:
Das Haus Mönchstraße 38 mit seinem einfachen Giebel ist eines der ältesten Häuser der Stadt. Es wurde um 1320 als Krämerhaus errichtet. Einzelne noch erhaltene Teile des Vorgängerbaus stammen aus den ersten Jahren nach 1300. Die beiden Vorbauten, die die Bauflucht überschreiten, sogenannte Utluchten, stammen in ihrer heutigen Form aus dem 18. Jahrhundert. Nach einer umfassenden Restaurierung wird das Haus durch das Kulturhistorische Museum genutzt. Besucher können sich hier mit der typischen Bauweise historischer Häuser im Originalbestand vertraut machen.

Die Restaurierung war mit erheblichem Aufwand verbunden und wurde von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz finanziert (www.denkmalschutz.de).

 
 
 

Stadtmauer mit Stadttoren

 
 
Stadtmauer mit Kniepertor
Kontakt:
Stadtmauer: Am Knieperwall und Fährwall
Kniepertor: Knieperstr. 10   
Kütertor: Am Kütertor 
www.stralsundtourismus.de 

Führungen:
Deutsch, Englisch
 
Das Bauwerk:
Im Vergleich zu anderen mittelalterlichen Städten sind in Stralsund noch große Teile der Stadtmauer erhalten. Im 13. Jahrhundert bestand die Befestigungsanlage noch aus Pfahlwerk. Durch eine Steinmauer mit Türmen und Wehrgängen wurde sie im 14. Jahrhundert nach und nach ersetzt. Der Bereich der Stadtmauer zwischen dem ehemaligen Hospitaler Tor und dem heute noch existierenden Kütertor ist in den 60er Jahren umfassend restauriert worden. Auch die Wehrgänge und Wiekhäuser sind hier noch erhalten.  Von den einst elf Toren, fünf Landtore und  sechs Wassertore, existieren noch zwei - das Kniepertor, bereits 1293 urkundlich erwähnt, heute als originelle Wohnung genutzt, und das Kütertor  aus dem Jahr 1446, das als Jugendherberge dient.
 
 

Literatur

 
 
 
  • Herbert Ewe, Günter Ewald (1995): Das alte Stralsund.
    Kulturgeschichte einer Ostseestadt
  • Herbert Ewe, Günter Ewald (1997): Stralsund , die Stadt
    am Meer
  • Hansestadt Stralsund (1999): die Altstadtinsel
    Stralsund- Illustrierte Denkmalliste
  • Hansestadt Stralsund und Wismar( 2002): die historischen
    Altstädte Stralsund und Wismar Welterbeantrag
  • Wenn Räume singen, St. Nikolai zu Stralsund, Volkmar
    Herre, Edition Herre, 2001