Seite drucken
 

Die Europäische Route der Backsteingotik wurde im Rahmen der denkmal2010 in Leipzig ausgezeichnet mit einer Goldmedaille für "herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa".
 
Goldmedaille
 
 
 

Die Europäische Route der Backsteingotik erhielt im Herbst 2012 einen "Sonderpreis" der Jury des europa nostra-Komitees. Damit würdigte die Organisation, die unter anderem den Erhalt des kulturellen Erbes in Europa zum Ziel hat, die besondere Arbeit des Vereins. 
 
special mention europa nostra
 
 

Dänemark

EuRoB Karte Haderslev
 

Haderslev

 
 
 

Domkirche

 
 
Domkirche
 
Domkirche
Kontakt:
Haderslev Domkirke
Domkirkepladsen
6100 Haderslev
Ph. +45 74523633
 
Das Bauwerk:
Es fällt einem als Besucher schwer, nicht auf Anhieb von den majestätischen Dimensionen der Domkirche überwältigt zu sein. Das Deckengewölbe überspannt den Innenraum in einer Höhe von 22 m, und die Fenster im Chor ragen 16 m hinauf. Zu den Kunstschätzen der Kirche zählen ein Kruzifix aus der Wende zum 14. Jahrhundert (das ursprünglich aus der Egebjerg-Kirche im seeländischen Odsherred stammt) und zwei etwa 100 Jahre später entstandene Figuren der Hl. Jungfrau und des Hl. Johannes (ursprünglich angefertigt für die Kirche von Seem bei Ribe).
Die Domkirche von Haderslev, der Hl. Mutter Gottes geweiht, zählt zu den ältesten Bauwerken der Stadt. Die erste Kirche an dieser Stelle – erbaut aus Quadersteinen – geht auf die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Nach ihrer Zerstörung etwa 100 Jahre später entstand am selben Fleck eine Backsteinkirche in romanisch-gotischem Stil. Diese Kirche wurde gegen 1270 zu einer großen Hallenkirche mit zwei Seitenschiffen erweitert, in erster Linie im Gefolge ihrer Ernennung zu einer bischöflichen Kollegkirche innerhalb des Bistums Schleswig. Zwischen 1420 und 1440 wurde die Kirche vollends zu einer gotischen Kathedrale ausgebaut. Im ausgehenden Mittelalter folgte der Anbau mehrerer Kapellen, die nicht alle erhalten geblieben sind. Im Jahr 1525 wurde die Frauenkirche das erste evangelisch-lutherische Gotteshaus in Dänemark. Ein Brand im Jahr 1627 zerstörte einen Großteil der Stadt und der Kirche, unter anderem den Kirchturm, das westliche Joch und den gesamten nordwestlichen Teil des Bauwerks. Die Ressourcen, die zum Wiederaufbau der Kirche in ihrer alten Form erforderlich gewesen wären, konnten nicht aufgetrieben werden, und so wurde die erste Rekonstruktionsphase im Jahr 1650 zunächst ohne den Westturm abgeschlossen. Allen späteren Restaurierungsarbeiten gab dieses Erscheinungsbild der Kirche den Maßstab. Mit ihrer Architektur und ihrer reichhaltigen kulturhistorischen Tradition war die Frauenkirche die offensichtliche Wahl, als im Jahr 1922 im Zuge der dänischen Wiedervereinigung ein Bischofssitz für die neu zu gründende Diözese gesucht wurde.