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Die Europäische Route der Backsteingotik wurde im Rahmen der denkmal2010 in Leipzig ausgezeichnet mit einer Goldmedaille für "herausragende Leistungen in der Denkmalpflege in Europa".
 
Goldmedaille
 
 
 

Die Europäische Route der Backsteingotik erhielt im Herbst 2012 einen "Sonderpreis" der Jury des europa nostra-Komitees. Damit würdigte die Organisation, die unter anderem den Erhalt des kulturellen Erbes in Europa zum Ziel hat, die besondere Arbeit des Vereins. 
 
special mention europa nostra
 
 

Deutschland

EuRoB-Karte Neukloster
 

Neukloster

 
 
 

Die Propstei

 
 
Rathaus
Kontakt:
Kirche und Propstei
http://www.neukloster-kirche.de/
 
Das Bauwerk:
Das Propsteigebäude, einst die Wohnung des Klosterpropstes und der im Kloster wirkenden drei oder vier Geistlichen, ist ein besonders schönes Beispiel mittelalterlicher Backsteingotik, wenn es auch im Laufe der Zeit mancherlei Veränderungen, vor allem im Inneren, erfahren hat.
Es ist außer der Kirche das einzige noch gut erhaltene Gebäude aus der Klosterzeit. 
Der prächtige Ostgiebel zeigt sich uns heute als dreistufiger Treppengiebel, während der auf dem Merian-Stich von 1653 noch zweistufig dargestellt ist. 
Die Veränderungen des Giebels sind auch daran zu erkennen, dass von den fünf vom ersten Stockwerk aus hochgezogenen Blendböden nur die beiden äußeren in Spitzbögen enden. Die drei mittleren endeten ursprünglich sicherlich in Abstufung zu den seitlichen Spitzbögen in gleicher Höhe. Während der Ostgiebel schon vom ersten Stockwerk aus über fünf Stockwerke hin mit seinen Blendbögen hochgezogen ist, beginnt der Schmuckteil des Westgiebels erst mit dem Dachansatz. Infolge des abfallenden Geländes umfasst aber die westliche Giebelseite sieben Stockwerke.
Die Terrasse an der Südwand zeigt den Rest eines Anbaus. Im Inneren ist von dem alten Zustand kaum noch etwas vorhanden. 
Nur die gewölbten Kellerräume mit den gut erhaltenen und restaurierten Kreuzrippen, Spitzbogenblenden, den eingebauten Wandschränken und den Fensterschächten sind bemerkens- und sehenswert.
1957 werden in der Probstei ein Kindergarten, eine Kinderkrippe sowie eine Entbindungsstation eingerichtet. Der letzte Umbau erfolgte im Jahr 2000.
 
 

St. Maria Sonnenkamp

 
 
Alte Kanzlei
Kontakt:
Verbundene Evangelisch-lutherische Kirchengemeinden Neukloster und Groß Tessin
Kirchstr. 2, 23992 Neukloster,
Tel. + Fax.: 038422-25451,
www.neukloster-kirche.de 

Führungen nach Absprache
Ansprechpartner: 
Pastor Jens Krause 
Tel. 038422 - 25451 
pastor@neukloster-kirche.de
Mo-Sa 10.00-16.00 Uhr
 
Das Bauwerk:
Neukloster liegt am Nordufer des herzförmigen Neukloster-Sees, ca. 15km südöstlich der Hansestadt Wismar. Zahlreiche Funde aus vorgeschichtlicher Zeit weisen auf die lange Besiedlungsgeschichte der Gegend hin. Den Siedlungskeim Neuklosters bildet die wendische Burg “Kuczin”. In der schützenden Nähe dieser Burg wurde 1219 ein Kloster mit dem Namen “Campus Solis” gegründet. Das neue Kloster verlieh der Siedlung bald den Namen “Neukloster”. Es wurde vermutlich in drei Bauabschnitten (1219-1227-1240) im Baustil der Spätromantik errichtet. Das Kloster ist eine einschiffige Saalkirche mit Querschiff und gerade schließendem Chorjoch. Die Ausstattung der Kirche erfuhr 1240 eine außergewöhnliche Bereicherung durch den Einbau von 8 farbigen Fensterverglasungen auf jeder Seite des Langhauses. Im Jahre 1555 wurde das Kloster im Zuge der Reformation säkularisiert und große Teile des ehemaligen Klostergeländes verfielen. Nach dem 30-jährigen Krieg 1648 fiel Neukloster mit Wismar und der Insel Poel an Schweden. 1803 verpfändete Schweden diesen Besitzt für 100 Jahre an das Land Mecklenburg. 1903 wurde das Pfand nicht wieder eingelöst und in Neukloster wurde die Wiedereingliederung in das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin gefeiert. Noch heute erinnern Schwedeneiche und Schwedenstein an dieses Ereignis. Die Klosterkirche beinhaltet neben wertvollen Malereien und künstlerisch gut erhaltenen Bauformen die zweitältesten farbigen Kirchenfenster Nordeuropas.